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3. Habanos Day in Deutschland

Am 16. Juni 2012 findet der 3. deutsche Habanos Day statt. Habanos-Importeur 5th Avenue schreibt in der Medienmitteilung:

Für die Liebhaber der Habanos, edlen Havanna-Cigarren, findet am Samstag, 16. Juni 2012, der dritte deutsche Habanos Day statt. Nach Veranstaltungen in Baden-Württemberg (Mannheim 2007) und Bayern (Unsleben 2009) treffen sich in diesem Jahr Aficionados aus ganz Deutschland im niedersächsischen Schloss Oelber (www.schloss-oelber.de).

Das diesjährige Programm rund um das wohl bekannteste Genussprodukt aus Cuba verspricht wieder viele Höhepunkte. Als Referenten mit dabei: der Spitzenroller Reynol Pérez Pereira von der Cohiba-Manufaktur „El Laguito“, Spirituosenexperte Jürgen Deibel, Marc André von DER HUMIDOR, Habanosommelier Matthias Martens, 5THAvenue-Sensorik-Experte Thomas Hammer sowie Tobias Hauser, Fotograf, Buchautor und Reisejournalist.

Nach Workshops, Seminaren und Verkostungen findet abends im Beisein von Heinrich Villiger ein Get-together bei cubanischer Live-Musik mit spritzigen Cocktails und feinen Habanos statt. Informationen und Genuss pur sind garantiert. Weitere Informationen zum Habanos Day 2012 finden Sie in Kürze auf www.habanosday.de.

Neue Habanos-Bauchbinden: Namen der Ex-Besitzer verschwinden

Eigentlich sollte man nicht mit dem Namen von enteigneten Unternehmern Marketing machen, haben wir vor zwei  Woche geschrieben. Zu diesem Schluss ist nun offenbar auch Habanos gelangt, wie das Magazin Cigar Aficionado berichtet («New Cuban Bands Omit Old Company Names»). Verschiedene Bauchbinden kommen neu ohne die Namen ihrer früheren Besitzer aus:

They’re both gold and red and both have the same heraldic design, but there is a difference. The words Manuel Lopez have disappeared. Manuel Lopez was the name of the person who owned Punch before the brand was nationalized, and Habanos S.A., the worldwide distributor of of Cuban cigars, has omitted the name from the newly minted bands.

Bei den Bauchbinden von Partagás haben wir das Wegfallen des «Cifuentes y Cia.»-Hinweises bereits bei unserer Presidentes-Bildstudie bemerkt.

50 Jahre Handelsembargo

Das amerikanische Handelsembargo gegen Kuba ist seit Februar 1962 in Kraft. Zum 50.-jährigen «Jubiläum» hat die Zeitung USA Today einen ausführlichen Artikel über die Folgen und Perspektiven des Embargos veröffentlicht.

Obwohl nur die USA den Handel mit Kuba unterbinden, hat das Embargo massive Auswirkungen auf die kubanische Wirtschaft, wie der folgende Auszug zeigt:

Cuba is free to trade with other nations, but the U.S. threatens sanctions against foreign companies that don't abide by its restrictions. A stark example arrived off the coast of Havana last month: A massive oil exploration rig built with less than 10 percent U.S. parts to qualify under the embargo was brought all the way from Singapore at great expense, while comparable platforms sat idle in U.S. waters just across the Gulf of Mexico.

Welcher Mechanismus dazu geführt hat, dass das Embargo eine derart lange Zeit überdauert hat, zeigt der folgende Abschnitt:

The issue is seen as a political nonstarter in the United States, where every four years, presidential candidates take turns courting the Cuban-American vote in Florida, a key swing state. President Barack Obama has said Raul Castro's economic openings are insufficient, and it's unlikely he would do anything in an election year to risk losing support in Florida, which he won in 2008. Even if he wanted to lift the embargo, the Helms-Burton Act of 1996 stipulates that it would have to be approved by Congress.

Neue Robusto Selection

Christoph Puszkar von 5th Avenue weist auf eine neue «Robusto Selection» hin. Das Set enthält eine Montecristo Open Master, eine Romeo y Julieta Short Churchill, eine Bolívar Royal Corona und eine Partagás Serie D No. 4 – jeweils verpackt in Alu-Tubos. In der Schweiz gibt es das Set ebenfalls, CHF 75.– kostet es bei uns.

Habanos meldet Umsatzeinbruch

Während der deutsche Habanos-Importeur ein Rekordergebnis erzielte, ist der weltweite Habanos-Absatz offenbar eingebrochen, wie das Cigarjournal-Magazin meldet:

Reported revues of Habanos S.A. dropped 10.3 persent in 2011 according to cubastandard.com, a publisher of Cuban business and economic news. The drop was reported in the Imperial Tobacco Ltd. Annual Report for 2011 and came despite a reported 4-percent increase in luxury cigars outside the European Union.

Dieses Ergebnis erstaunt insofern, als Habanos-Co-Präsident Jorge Luís Fernández Maique im November noch optimistisch war. Im Interview, das ich mit ihm geführt habe (erscheint in der nächsten Cigar-Clan-Ausgabe), nannte er folgende Zahlen:

Die Zahlen des aktuellen Jahres sind sehr gut. Insgesamt liegen die Verkäufe 3 Prozent über dem Vorjahr – ohne den spanischen Markt sogar 6 Prozent.

5th Avenue erzielt Umsatzrekord

Der deutsche Habanos-Importeur 5th Avenue meldet für das zurückliegende Geschäftsjahr ein ausgezeichnetes Ergebnis:

Die Umsätze von Habanos in Deutschland erreichten im Jahr 2011 ein neues Allzeithoch. 5THAvenue, der Offizielle Alleinimporteur von Habanos, erzielte damit im Ergebnis das beste Jahr der Firmengeschichte. Die Absätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,5% im Wert und um 6,7% in Menge.

Wichtigster Absatzkanal für die Habanos ist und bleibt der Tabakwarenfachhandel. Besonders die sieben Geschäfte der La Casas del Habano und die 71 Habanos Specialists legten überdurchschnittlich zu.

Als sichere Bank erwiesen sich vor allem wieder die starken, globalen Habanos-Marken Cohiba, Montecristo, Romeo y Julieta, Partagás, H.Upmann und Hoyo de Monterrey, die jeweils deutlich zulegen konnten. Spitzenreiter in der Entwicklung der Marken waren Cohiba und Hoyo de Monterrey mit zweistelligen Zuwächsen. Besonders gefragt waren die Cigarren in Aluminium-Tubos; sie unterstützten das Umsatzplus deutlich.

Die meistverkaufte Habanos-Marke in Deutschland blieb Romeo y Julieta. Sie wuchs um 5,3% in Menge. Besonders die im Vorjahr eingeführte Romeo y Julieta Wide Churchill kam hervorragend an und sorgte auch im Umsatz für ein deutliches Wachstum.

Wichtige Impulse für Absatz- und Umsatzentwicklung gaben außerdem die Spezialitäten und limitierten Editionen. Die regionalen Editionen des Jahres 2011 für Deutschland, Sancho Panza Escuderos und Juan Lopez Distinguidos, verkauften sich wieder in Rekordzeit. Auch die drei Formate der Edición Limitada 2011 waren sehr gefragt. Ob Hoyo de Monterrey Short Pirámides, Ramon Allones Allones Extras oder die herausragende Cohiba “1966” – alle Produkte fanden schnell ihre Liebhaber. 

Auch die cubanischen Cigarillos sowie die Marke Guantanamera haben zum Rekordergebnis beigetragen. Bei den Minis Cubanos wurden die Umsätze um 9,9% und bei Guantanamera um 3,4% gesteigert.

Auch für das Jahr 2012 ist die Ausgangslage für Habanos und Minis Cubanos positiv. Wie sich in den vergangenen Jahren sehr deutlich gezeigt hat, stehen die starken Habanos-Marken in der Gunst der Verbraucher ganz weit oben und bescheren dem Fachhandel gute Erträge. Einen besonderen Schwerpunkt in 2012 werden dabei die Marken Cohiba und Romeo y Julieta darstellen, in der attraktive Neueinführungen zu erwarten sind.

Heinrich Villiger und Urs Portmann im «Bodensee Regio TV»

Mein Kollege Thomas Portmann hat auf Facebook auf einen Auftritt von Heinrich Villiger (einmal mehr in Hochform) und Urs Portmann (Teil 1 u. Teil 2) im «Bodensee Regio TV» hingewiesen.

Davidoff Tour Gastronomique 2012

Das Programm der diesjährigen «Davidoff Tour Gastronomique» steht. Die Gäste erwartet ein «raffiniertes Zusammenspiel von Spitzengastronomie, exklusiven Weinen, erlesenem Cognac und Cigarren von Davidoff». In der Medienmitteilung schreibt Davidoff:

Die «Davidoff Tour Gastronomique» macht ihrem Namen alle Ehre: Sie führt von der Ostschweiz an die Gestade des Genfersees und weiter ins Tessin und bietet Genussfreunden die Gelegenheit, den Geheimnissen der besten Köche des Landes auf die Spur zu kommen.

Davidoff freut sich, in Kooperation mit GaultMillau das Programm der achten Auflage der erfolgreichen «Davidoff Tour Gastronomique» zu präsentieren. Erneut werden Liebhaber kulinarischer Höhenflüge und Geniesser feinster Cigarren zu Tisch gebeten, um «The Good Life» zu geniessen. Ganz im Zeichen der Philosophie Zino Davidoffs steht die Freude am Schönen und Edlen, am Genuss und am Leben im Mittelpunkt der «Davidoff Tour Gastronomique» 2012.

Der Preis pro Veranstaltung beträgt CHF 230.- / 250.- inklusive Apéritif, 4-Gang Gourmetmenu, Getränke (Weine, Mineralwasser, Kaffee, Cognac) und Cigarren. Alle Soirées sind öffentlich, die Anzahl der Plätze ist jedoch beschränkt. Für Auskünfte und Reservationen wenden Sie sich bitte an gourmet@davidoff.ch oder rufen Sie an unter 061 279 36 28.

TV-Tipp: Insel aus einer anderen Zeit

Auf 3 Sat läuft heute ab 20.15 Uhr die Dokumentation «Insel aus einer anderen Zeit - Kuba vor dem Wandel»:

Einst stand Hershey für den Fortschritt, für Amerika und für die große weite Welt. Vor knapp 100 Jahren stampfte der US-Schokoladenfabrikant Milton Hershey hier eine ganze Stadt aus dem Boden - nach amerikanischem Vorbild. Zucker und Kakao ließ er verarbeiten. Doch mit der großen "Revolución" war das vorbei. Heute überragt die gigantische Ruine der Fabrik den Ort wie ein rostiges Mahnmal. Der Name Hershey blättert vom Schild des alten Bahnhofs, wo noch immer Kubas erste und einzige elektrische Eisenbahn aus jenen Tagen über die Gleise rumpelt, die berühmte "Hershey-Bahn". Auch die alten Arbeiterhäuser stehen noch - jetzt bunt gestrichen in den Farben der Karibik, Musik tönt aus der ehemaligen amerikanischen Schule und Kinder rennen lachend durch die Straßen. Der Optimismus gehört zu Kuba, genauso wie Salsa, Rost und Revolutionsparolen. Eine Insel, auf der das Vergangene allgegenwärtig ist - etwa in den Straßen Havannas, wo noch immer fast ausschließlich amerikanische Straßenkreuzer der 1940er und 1950er Jahre zwischen den zerbröckelnden Wohnpalästen fahren. Die Dokumentation "Insel aus einer anderen Zeit" nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Kuba und zeigt die Lebensrealität der Menschen dort.


In der ZDF mediathek ist die Sendung übrigens auch verfügbar.

Was tun, wenn man über Ricardo gefälsche Zigarren gekauft hat

Ein Kunde hat uns gestern um Hilfe gebeten, weil er auf der Auktionsseite Ricardo gefälsche Zigarren ersteigert hat. Fotos zeigen, dass es sich eindeutig um Fälschungen handelt. In Absprache mit dem offiziellen Habanos-Importeur Intertabak, der im Kampf gegen Fälschungen regelmässig mit Ricardo in Kontakt steht, sind in solchen Fällen folgende Punkte zu beachten:

  • Wenn der Verdacht auf Fälschungen besteht, verlangt Ricardo eine Bestätigung des Markeninhabers. Im Falle aller kubanischen Zigarren ist dies in der Schweiz der offizielle Habanos-Importeur Intertabak.
  • Intertabak bietet eine Prüfung von verdächtigen Habanos an: Für eine Prüfung muss das «Corpus delicti» eingeschickt werden. Die Adresse für die Einsendung lautet: Intertabak AG, z.H.d. Geschäftsleitung, Genuastrasse 15, 4142 Münchenstein
  • Den eingesendeten Zigarren sind die Angaben des Ricardo-Verkäufers beizulegen, damit Intertabak gegebenenfalls gegen den Anbieter vorgehen kann.
  • In komplizierten Fällen kann Intertabak verdächtige Zigarren zur Prüfung an Habanos S.A. in Kuba weiterleiten.
  • Geprüfte Zigarren werden retourniert, aber nicht ersetzt.

Vor dem Kauf von Zigarren auf Versteigerungsplattformen ist folgendes zu beachten:

  • Anbieter, die nicht mit ihrem Namen zu ihrem Angebot stehen, sind verdächtig.
  • Geschichten von Onkeln oder sonstigen Bekannten, die in Kuba in Fabriken arbeiten und garantiert echte Habanos vermitteln können, stimmen in der Regel nicht.
  • Zigarren, die in Kuba offiziell eingekauft werden, sind nicht mehr als 30-50% günstiger als in der Schweiz - günstigere Angebote sind mit grosser Wahrscheinlichkeit Fälschungen, auch in Verbindung mit den erwähnten Onkel-Geschichten.
  • Gewisse Anbieter werben mit einer Import-Nummer des Zolls. Eine solche Nummer  kann von jedermann beantragt werden. Die Nummer ist keine Garantie für die Echtheit der angebotenen Produkte.
  • Cohibas in Kisten mit Glasdeckel sind immer gefälscht.
  • Zigarrenkauf bedingt Vertrauen. Neben der Echtheit der Ware muss auch die richtige Lagerung sichergestellt sein. Wenn Privatpersonen Zigarren verkaufen möchten oder müssen, geschieht dies in der Regel unter Einbezug eines Zigarrenhändlers oder Experten, der die Ware prüfen kann.
  • Insgesamt ist die Gefahr, dass es sich bei Angeboten auf Auktionsseiten um Fälschungen handelt, sehr gross.
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