VdC löst sich auf
Der Verband der deutschen Cigaretten-Industrie löst sich auf. Das meldet die Netzeitung im Artikel Philip Morris sprengt Zigarettenverband VdC. Philip Morris war zuvor aus dem Verband ausgetreten, weil man innerhalb des Verbandes unterschiedliche Auffassungen über die politischen Ziele des Verbandes vertrat.
Einer der taktischen Winkelzüge von Philip Morris ist die Forderung nach einer Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte. In einem EU Konsultationspapier ist diese Idee bereits aufgetaucht. Würde sie umgesetzt, würden die Preise für Zigarren massiv steigen.
Philip Morris hat eine starke Marktposition im Zigaretten-Segment. Im Genuss-Segment, das von tieferen Steuern profitiert, ist die Marktmacht des Konzerns geringer. Deshalb lohnt es sich für Philip Morris, eine Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte zu fordern.
Der VdC hat Philip Morris nach dem Austritt aus dem Verband mehrfach ein scheinheiliges Verhalten vorgeworfen.
Weitere Pressemeldungen zum Thema:
Spiegel Online: Tabak-Lobbyverband löst sich in Luft auf
Financial Times Deutschland: Tabakindustrie plant neuen Verband






Kommentare
Der Marlboro-Cowboy ist zum Apotheker-und Gesundheitsblockwart mutiert und die übrigen Marktteilnehmer konnten sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, mit welchen Ziel.
Hey, ab jetzt wird die Volksgesundheit geschützt und dafür wurde die richtige Strategie schon länger mit allen beteiligten in Berlin und Brüssel
eingestimmt und mit satter Eurounterlage fundamentiert.
Was machen denn jetzt die übrigen Marktteilnehmer?
Da bin ich wirklich gespannt...die wollen sich neu gründen... mal schauen..