Philip Morris vs. Tabakbranche - eine Übersicht
Ricci weibelt und wirbelt herum in der Causa «Philip Morris gegen den Rest der Tabakwelt». Hier noch einmal eine Übersicht über alle Beiträge zum Thema:
Interview mit Chef Philip Morris Deutschland
VdC löst sich auf
Tabaksteuern: EU Konsultationspapier
Schlangengrube Zigaretten-Strategen - nächster Akt
Schlangengrube Zigaretten-Strategen (Teil 3)
Rauchverbot: Das Papier des Wolfes im Schafspelz
WAMS-Breitseite gegen Zigaretten-Strategen












Kommentare
Auszug aus Wikipedia:
" Das Appalto-System
Die Regierenden und Händler erkannten, dass sich mit dem Tabakhandel enorme Geldmengen für den Staatshaushalt und Gewinne erzielen lassen. So wurden die anfänglichen Verbote bald durch eine gezielte Steuerpolitik ersetzt. Viele übernahmen das „Appalto-System“, das 1627 in Mantua und 1659 in Venedig entwickelt worden war: Ein- und Verkauf sowie Steuererhebung wurde dabei von privaten Pächtern durchgeführt. Diese mussten dafür festgelegte Summen bezahlen und versuchten wiederum, vom Käufer so viel Geld wie nur möglich zu erhalten. Der Tabakpreis stieg in der Folge immens an. Zur Unterdrückung des Schmuggels hatten die Pächter Informanten mit der Berechtigung zur Vergabe von Geldstrafen. Durch ihre Skrupellosigkeit waren die Tabakpächter und ebenso ihre Spitzel beim Volk nicht beliebt. In Frankreich wurden beispielsweise von den Agenten der Pächter rund 2500 Männer, 2000 Frauen und 6000 Kinder festgenommen, deren Richter von den Pächtern bezahlt wurden.
Doch keine noch so grausame Strafe konnte den illegalen Tabakhandel unterbinden. Überall gab es Schmuggelbanden, teilweise mit mehreren hundert bewaffneten Reitern; die Anführer wurden sogar zu Volkshelden. Den Herrschern wurde die Schuld an den immensen Tabakpreisen sowie dem skrupellosen Verhalten der Pächter zugeschrieben, was mit ein Grund für revolutionäre Unruhen wurde. Im Laufe der Französischen Revolution wurden 1794 die letzten Tabak-Pächter auf der Guillotine hingerichtet. Das Appalto-System wurde nach einiger Zeit durch staatliche Regie oder eine Verbrauchssteuer ersetzt. Dieses System überdauerte in seinen Grundzügen bis heute."
Nochmal mein Hinweis auf den Dokumentarfilm "The Corporation".
Ganz genau bei dem Thema Externalitäten und unserem alpenländischen Vandalenführer hinsehen und hören.
Ich sage nur: Warum trinken wir eigentlich noch Fanta?
Weil das Adi mit CocaCola klargemacht hat???
"Im Film werden die Kapitalgesellschaften als reale Personen betrachtet. Die Firmen werden nach den DSM-IV-Richtlinien zum psychischen Zustand einer Person untersucht. Das Resultat: Alle Kriterien für schwerste psychische Störungen treffen auf Kapitalgesellschaften zu. Robert Hare, Psychologieprofessor an der University of British Columbia und FBI-Berater, schließt daraus, dass ein profitgeleiteter Konzern klinisch einem Psychopathen gleichzusetzen ist."
Also nochmal zum eindeutigen Verständnis, Ricci:
Eine Organisation zur Erwirtschaftung von Profit übernimmt jetzt das Drogen-Tabak-Gechäft in Anlehnung an die Praktiken des 18.Jahrhunderts in Italien. Obgleich die Führung zwar wegen bekannten Grunden nicht mehr raucht, trotzdem sind die Herren wohl reif für eine Einlieferung.
Die Frage ist nur, wer holt sie ab und wohin mit ihnen?
Smart sind die Jungs auf jeden Fall.
Demgegenüber findet sich Management by Jeans bei ihren Mitbewerber wieder.
Noch bekannt?
An den wichtigsten Stellen sitzen die Nieten.
Aus smokersnews.de:
"Brutale Gewalt gegen Raucher
Raucher aus Frankfurter Lokal geprügelt
Mit brutaler Gewalt ist ein Raucher aus einer Frankfurter Kneipe geprügelt und erheblich verletzt worden. Der Mann gab bei der Polizei an, ein Unbekannter habe ihn mit dem Hinweis auf das Rauchverbot in Gaststätten attackiert, als er sich eine Zigarette anstecken wollte.
Der Raucher sei mit einem Schulterbruch und einem verletzten Ohr auf dem Bürgersteig gefunden worden, berichtete die Polizei am Mittwoch. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche, wie weiter bekannt wurde. Von dem Täter fehlt jede Spur."
mal zur Entspannung ein bisschen Cigarrencultur zum anschauen.
Watch: Marketing,Cigars and Spirituarity
"In den Weltstädten Rom oder New York hat das Rauchverbot in Kneipen indes gut geklappt. Dass die Sachsenhäuser Demo-Wirte oder die eigenverantwortlichen Gastronomiebetriebe Erfolg haben werden, ist eher unwahrscheinlich. "Ich kenne den Brief noch nicht", sagt Petra Roths persönlicher Referent Peter Heine, "aber der Adressat ist eigentlich falsch". Das Landesgesetz lasse keinen Spielraum für "Frankfurter Regelungen" zu. "Wir als Kommune sind in die Gesetzgebung gar nicht eingebunden." Heine glaubt nicht, "dass die Landesregierung an das Gesetz noch mal rangeht"."
Zur Info an die wirtschaftlich kränkelnde Frankfurter Rundschau:
Wenn sich Weltstadtbürger so bevormunden lassen, OK. Nur in Spanien, Frankreich gibt es auch Rauchverbote, die allerdings am "Lebenszusammenhalt" nicht rütteln. In der Schweiz und Östereich ist auch noch genügend Hirnschmalz über. Vielleicht muss der Wiederstand nur mit ein wenig mehr Phantasie geführt werden. Und hoffentlich hindert man die völkischen Dumpfbacken am unseligen Vergleich mit Minderheiten in der deutschen Geschichte. Siehe die unselige Herrmann.Was für eine doofe....mit Frau Schreinemakers in einen Sack. Was dann? Na, natürlich Sackhüpfen was denn sonst?
Aus dem Editorial aus smokersnews.de
Bekenntnisse eines Nichtrauchers:
Genug ist genug
Beim Nichtraucherschutz zeigt sich der Vorschriftenstaat von seiner besten Seite. Danke! Aber es reicht jetzt.
Na also, geht doch. Seit zwei Monaten sind die Nichtraucherschutzgesetze in den ersten Bundesländern in Kraft. Seit diesem Wochenende ist die Luft auch auf Flughäfen, in Taxis, Bussen und Behörden völlig rein (oder wenigstens nikotinfrei). Bei der Deutschen Bahn gibt es jetzt keine Raucherabteile mehr, und auf den Bahnhöfen werden die Tabaksüchtigen in ein paar winzige, gelb umrandete Homelands irgendwo auf dem Bahnsteig hinausgejagt.
Als lebenslanger Nichtraucher finde ich das fast alles richtig und wunderbar. Allerdings nur fast. Denn der Kampf um die Ausweitung der Rauchverbotszone hat eine Eigendynamik entwickelt, die inzwischen auch für Nichtraucher irritierend bis gruselig ist. Nicht nur, dass zivile Umgangsformen im alltäglichen Miteinander unter die Räder kommen. Parallel dazu verlottern auch die politischen Begründungsstandards, wenn es darum geht, mal wieder irgendwem irgendetwas vorzuschreiben. "Freiwillig war früher", triumphiert etwa ein Kommentar in der "Zeit" - und schlägt lässig den Bogen vom Rauchverbot zu einer ökologischen Vorschriftenoffensive.
Nachdem der Staat beim Nichtraucherschutz nach langer Zeit wieder einmal bewiesen hat, dass er die Lebensverhältnisse für eine große Mehrheit der Bürger sichtbar verbessern kann, und nachdem dieses populäre Projekt scheinbar nicht einmal Kosten verursacht, scheint für viele die Lektion klar: Die Politik kann und muss die Menschen eben zu ihrem Glück zwingen.
Fangen wir mit den Umgangsformen und einem zugegeben subjektiven Eindruck an: Lange nicht mehr ist ein Streit um die Sitten hierzulande so humorlos, giftig und damit unzivilisiert geführt worden wie im Fall des Rauchverbots. Manchen reicht heute schon ein kurzes Luftholen, um von gerechtem Zorn in selbstgerechte Hysterie zu wechseln.
Völlig kostenlos ist das alles natürlich auch nicht. Ob die Geschäfte der Gastwirte so leiden werden, wie das manche vorhersagen, muss man abwarten. Klar ist aber, dass die Durchsetzung der neuen Gesetze aufwändig sein wird. In Berlin etwa haben die Bezirke Spandau und Neukölln angekündigt, dass ihre Ordnungsämter damit überfordert seien, künftig auch noch - neben den schon existierenden diversen Park-, Fahr-, Radel- oder Kampfhundeverboten - die Einhaltung des Rauchverbots zu überwachen.
Mehr Geld oder keine Kontrolle, lautet ihre klare Ansage. Umsonst heißt in diesem Fall also auch: vergebens und wirkungslos.
Absurd ist und bleibt die Folgerung, die populäre Nichtraucherschutzpolitik sei ein Beleg dafür, dass der Staat die Menschen eben öfter mal zu ihrem Glück zwingen müsse. Diese Behauptung weckt lediglich den Verdacht, dass die bisherigen Argumente rund um das Thema Passivrauchen bloß vorgeschoben waren.
Zur Erinnerung: Das offiziell erklärte Ziel aller neuen Rauchverbote ist der Schutz der Nichtraucher vor einer gefährlichen Beeinträchtigung ihrer Gesundheit, gegen die sie sich nicht wehren können. Dieser Schutz von Leib und Leben rechtfertigt es auch, die Freiheitsrechte anderer massiv einzuschränken.
Der Schutz erwachsener Raucher vor sich selbst, also ihre Zwangsbeglückung, ist dagegen kein Gesetzesziel. Es ist auch sehr die Frage, ob eine solche Absicht mehrheitsfähig, geschweige denn verfassungskonform wäre. Freiheit schließt auch die Freiheit zur falschen Entscheidung und zur Selbstschädigung ein.
Dass es bei der Deutschen Bahn auch in Fernzügen keine Raucherabteile mehr gibt, ist deshalb im Grunde schon eine Frechheit. Raucher, die im separaten Wagen sitzen, gefährden niemanden - außer sich selbst. Man mag allenfalls anführen, dass die verfügbaren Lüftungssysteme eine perfekte Trennung nicht zulassen und dass auch nichtrauchende Zugbegleiter ständig ins Raucherabteil müssten.
Mindestens so plausibel ist aber die Vermutung, dass die Bahn hier nur durch Vereinfachung Geld sparen will. Mir soll das recht sein, zumal es jetzt für Nichtraucher mehr Plätze gibt. Wer die Bahn als Teil einer öffentlichen Grundversorgung für alle Bürger ansieht, könnte sich darüber aber schon empören.
Das schmutzige kleine Geheimnis der Nichtraucherschutzgesetze ist, dass es ihren Initiatoren oft eben doch um das Zwangsglück der Raucher geht. Weil ein Totalverbot nicht machbar ist und auch die Tabaksteuerschraube nicht beliebig angezogen werden kann, haben sich einige Gesundheitspolitiker darauf verlegt, für die Raucher buchstäblich "die Räume eng zu machen". Irgendwann, so die Hoffnung, wird es denen schon unangenehm, immer frierend in der Schmuddelecke zu stehen, allseits verachtet als die willensschwachen Verlierertypen.
Diese Strategie ist zwar clever - aber sie ist erst recht eine Frechheit. Der Staat soll informieren und aufklären. Es steht ihm aber nicht zu, ein garantiertes Freiheitsrecht auszuhebeln, indem er dessen Ausübung unter fadenscheinigen Vorwänden, wo immer es geht, behindert.
Macht diese Methode Schule, dann lässt sich bald fast jedes unerwünschte Verhalten amtlich wegmobben. Dass irgendetwas zu "schützen" ist, lässt sich schließlich immer behaupten, wenn nur die Kriterien vage genug sind.
Radikale Tabakgegner verwischen längst systematisch den Unterschied zwischen Gesundheitsgefahr und einer bloßen Geruchsbelästigung für Passivraucher, die zwar nervt, gegen die es aber nur geringeren Schutz geben kann.
Anlässe finden sich immer. Auf dem zugigen Bahnsteig nehmen Sie Zigarettenwitterung auf? Vielleicht ist das ja eine Gesetzeslücke. In Schweden wurde jedenfalls kürzlich eine Frau von einem Gericht verurteilt, das Rauchen in ihrem eigenen Garten auf einen eng markierten Bereich zu beschränken. Ein Nachbar sah sich durch herüberziehenden Qualm gefährdet.
Der Kampf gegen die realen Gefahren des Passivrauchens ist in Deutschland politisch gewonnen. Tun wir uns allen einen Gefallen, rufen wir als Nichtraucher den Sieg aus. Und ignorieren wir ab jetzt jene, die nie genug von einem schönen Feldzugfeeling kriegen können.
Von Christian Schütte (FTD-Kommentarchef)
Das Wort Lebenszusammenhalt zeigt auf, das der von unseren Mitmenschen ohne große Federlesen aufgelöst wird.
Es wird definitiv Zeit Parteien und Politikern klarzustellen, dass es sehr unangenehm für eine Gesellschaft wird, die Konsumenten von legalen Produkte wie Kranke und geistig Minderbemittelte behandelt. Die noch dazu reichlich an Steuer bezahlen. So und die führt man dann in den Medien vor. Spätestens wenn die Überheblichkeit der Politiker an den nächsten Wahlen einen Dämpfer bekommt, werden wir erleben dürfen, dass sich an den jeweiligen Regelungen etwas ändern wird.
Ich freue mich sehr über diese Zeilen, die zeigen, das dieses Thema auch in lebenstauglicher Weise gesehen werden kann.
Vielen Dank Herr Schütte!
Entgegen dem allgemeinen Trend der Anpassung scheint bei uns Zigarrenfreunden der Geist noch zu arbeiten. Ansonsten kann ja niemand seinen Verstand verlieren, wenn er ihn gar nicht besitzt, oder ihn nie erkannte.
das fazit von dem ganzen schlamassel: nicht nur das frauen 80% aller kaufentscheidungen fällen, nein, jetzt ist es raus, sie kümmern sich...
wie bei uns zuhause...oft nicht zum nachteil von uns männern
"Vernunft verhält sich zum Verstande wie ein Kochbuch zu einer Pastete." Ludwig Börne
Philip Morris hat die Pastete schon fertig.
Die sagen sich folgendes ungefähr so:
Wir organisieren für die EU alles, die Gesundheitsprävention(sowieso muss eine Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte her) und den Schmuggel unterbinden wir auch, weil wir in der Vergangenheit daran wie verrückt verdient haben und jetzt sind wir soo schöön clean und Geld verdienen?
Nein, nein und nochmals nein: Wir wandeln uns zum Wellness-Caritas-Konzern und schicken unsere Shareholder ins Ethikseminar.
Und wer kämpft für uns an vorderster Front?
Einfach eine grandiose Strategie:
PRO-RAUCHFREI
Aus dieser Sicht fährt der Konzern sicher in die Zukunft.
Chapeu für diese Nummer!