Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte: Philip Morris präzisiert Standpunkt
Vor einem Jahr machte Hans Bewersdorff in seiner Welt am Sonntag-Kolumne die Strategie der Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte des Tabakkonzerns Philip Morris öffentlich («Das Kulturgut Zigarre droht unterzugehen»):
In der deutschen Tabak-Zeitung nimmt Philip Morris jetzt Stellung und erklärt: «Der Begriff Gleichbesteuerung erweckt möglicherweise einen falschen Eindruck»:
Bleibt zu hoffen, dass die Philip Morris-Lobbyisten diese neuen Auffassungen und Einsichten auch in Brüssel verbreiten.
Deutschland-Chef Jacek Olczak versucht sich mit harten Forderungen gegen die eigene Branche als heimlicher Profiteur in Position zu bringen. Entsprechend dem listigen Philip-Morris-Positionspapier, seit 2004 von langer Hand vorbereitet, fordert er unter anderem eine gleich hohe Besteuerung aller Tabakprodukte. Diese Strategie ist leicht zu durchschauen – nur für unsere Politiker nicht.
Eine Maschine spuckt bis zu 12.000 Zigaretten in der Minute aus. Selbst die modernste Zigarrenmaschine schafft gerade 60 in der Zeit. Ganz zu schweigen von einem Longfiller aus Kuba oder Santo Domingo, dafür braucht ein Roller circa fünf Minuten für die reine handwerkliche Fertigung. Kostenvorteil kann man das nicht mehr nennen, es wäre der totale Triumph für die Zigarette. Die Zigarre würde extrem teuer werden, kein Händler könnte sich noch einen ansprechenden Klimaraum leisten, weil gleichzeitig kaum noch etwas daran verdient werden kann.
In der deutschen Tabak-Zeitung nimmt Philip Morris jetzt Stellung und erklärt: «Der Begriff Gleichbesteuerung erweckt möglicherweise einen falschen Eindruck»:
„Was Philip Morris vorschlägt, ist der Abbau ungerechtfertigter Subventionen, die die Fabrikzigarette gegenüber Produkten mit dem gleichen Verwendungszweck benachteiligen. Also Feinschnitt, Zigarillos und Pfeifentabak, soweit sie eindeutig als niedrigbesteuerte und daher deutlich preisgünstigere Ersatzprodukte zur hochbesteuerten Fabrikzigarette zum Einsatz kommen. Klassische Zigarren/Zigarillos und klassischer Pfeifentabak, die traditionell anders konsumiert werden, stehen bei dieser Anpassung nicht im Fokus.
(..) Ziel sollte unserer Auffassung nach sein, dass zunächst einmal alles wie Zigaretten steuerlich behandelt werden sollte, dann aber über neue Definitionen Ausnahmen bestimmt werden, die sich aus der Verwendung heraus ergeben.“
Bleibt zu hoffen, dass die Philip Morris-Lobbyisten diese neuen Auffassungen und Einsichten auch in Brüssel verbreiten.











Kommentare
Klare Haltung wie Herr Huber in München hätte ich mir selig gern auch an anderer Stelle in unserem Land gewünscht.
Die Rauchzeichen in der WAMS waren der Lichtblick in einem Dunkel von Gleichgültigkeit gegenüber der Kultur der Cigarre und derer die sie pflegten und pflegen.
Beste Grüße an die Familie Robaina und alle anderen deren Auskommen im Tabak lag ung liegt.;-)
Freut euch alle mit mir auf den 31. Mai, da ist nämlich
WELTNICHTRAUCHERTAG!!!
Nahahallamarsch!
Beste Grüße aus Ricciland
Kommt in der unflätigen Form immer öfter vor, aber alle wissen wie es gemeint ist, gelle?
Dem Freund das Herz, dem Feind die Stirn!
Ricci alla guud!
Deshalb jetzt hier auf dem Cigar-Blog:
@Brigita
Was jetzt greift wurde einmal angesetzt:
„So ging es noch ausschließlich um die Beseitigung einer Belästigung, als Anfang der 70er Jahre in Europa und den USA in Bussen, Zügen und Flugzeugen die Trennung von Rauchern und Nichtrauchern eingeführt wurde. Zwar stand das aktive Rauchen bereits seit Mitte der 60er Jahre massiv in der Kritik, aber eine medizinische Vorkehrung zum Schutz von Nichtrauchern waren diese Maßnahmen noch nicht.
Das änderte sich, als 1972 der Us-Surgeon General Jesse Steinfeld in seinem Jahresbericht zum ersten Mal die Auffassung vertritt, daß das Passivrauchen womöglich gegen die Grundrechte verstößt:
„Es ist an der Zeit, daß wir die „Bill of Rights“ auf Nichtraucher genauso anwenden wie auf Raucher.“
Und weiter:
„Rauchen sollte in Restaurants, Theatern, Flugzeugen, Bussen und Zügen verboten werden.“
Diese Überlegungen wurden umgehend von John Banzhaf, dem Vorsitzenden der Anti-Raucher-Vereinigung „Action on Smoking and Health(ASH), aufgegriffen und führten zum Slogan:
„Please Put Your Cigarette Out; The Smoke Is Killing Me.“
Damit war – gleichsam im Handumdrehen –aus einer Belästigung eine TÖDLICHE BEDROHUNG geworden und den Rauchgegnern ein vielseitiges Propagandainstrument im Kampf gegen die öffentlichen Rauchsitten an die Hand gegeben.“
Auszug:
Rauchen sie ..Verteidigung einer Leidenschaft, Imre von der Heydt
ZU-sätzlich separiert das natürlich die Gesellschaft:
In die Hochanständigen und die rauchenden Sucht-Übeltäter!
(Listig wurde im letzten Jahr noch ein Eintrag in Wikipedia so gedreht, dass die Suchtrate bei den Zigarettenkonsumenten von einer ehemals 93 prozentigen Abhängikeit zu HUNDERT PROZENT deklariert wurde! Das geschieht alles nur zu unser aller Gesundheit und Freiheit Brigita!)
Public Health oder Volksgesundheit geht doch wohl uns alle an, oder etwa nicht?
Wenn wir festlegen, dass es keinen Lebenszusammenhang zwischen Schule, Krankenhaus sowie öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Rauchen gibt haben wir etwas gemeinsam, Brigita. Genau aus diesem Grund habe ich 1974 meine damalige Schule in 3 bis 4 Tagen zum rauchfreien Gebäude erklärt. Werkzeug dazu war die Anwendung von praktischer Intelligenz und direkter Demokratie;-)
Eben genau aus dem gleichen Grund: Es gibt keinen Zusammenhang und der Schulhof war damals auch trotz rauchenden Schülern noch wirklich gepflegt. Was der Schule heute deutlich abgeht.
Es geht eben nicht um die Habana-Lounge im Kreissaal oder der Intensivstation, oder beim Kindergartenfest zwei bis drei Packungen Kippen zu plotzen und die lieben Kleinen in den Passivtot zu treiben!
Ein US amerikanischer Tabakkontrolle- Insider spricht hier meine Gedanken dezidiert aus:
Prof. Michael Siegel (Universität Boston):
Lügen und Fanatismus gegen Raucher eliminieren
Innenansichten der Tabakkontroll- und Anti-Rauch-Bewegung Auszüge aus einem Interview mit Prof. Michael Siegel, M.D., M.P.H.
Auszug:
…] Wenn ich die Macht hätte, würde ich gerne eine Tabakkontrollbewegung sehen, die zu den Wurzeln von Public Health zurückkehrt. Es wäre Bewegung, die erstens sehr hohe ethische Standards hat, die zweitens ehrlich ist und die Wahrheit über Wissenschaft erzählt und das korrekt der Öffentlichkeit kommuziert, drittens die Rechte der Menschen bejaht, insbesondere das Recht auf Beschäftigung, und nicht Diskriminierung gegen irgendwelche Gruppen unterstützt, viertens alle Menschen respektiert und Raucher nicht als Feinde sieht, sondern als Teile der Bevölkerung und der Öffentlichkeit. Ich betone: Das ist Public Health. Wir dienen dem Volk. Solange Raucher zum Volk gehören, sind sie Teil des Publikums. Wir sind letztlich öffentlich Bedienstete, also dienen wir auch den Rauchern und nicht nur den Nichtrauchern. Ich hätte gerne eine Bewegung, die Ethik, Ehrlichkeit, wissenschaftliche Integrität, und Toleranz gegenüber allen Menschen respektiert. […]“
Quelle: FORCES International Round Table (Audiomitschnitt), http://www.forces.org/Multimed…ction=207, März 2008 (Exzerpt und Übersetzung: Netzwerk Rauchen http://netzwerk-rauchen.de
Und das darauf gesetzte Posting wurde auch entsorgt:
Liebe Brigita,
es hat seinen Grund zweimal dasselbe aufzutischen( Interview auszug Mr. Siegel):
Noch nie habe ich es erlebt, dass jedes Argument als null und nichtig verballhornt wird. Es langt einfach empört um sich zu schlagen. Beim Thema PASSIVRAUCH ist das zum guten Ton mutiert, besonders bei allen gutmenschlich, konstruierten Zeitgenossen und wird anscheinend von vielen akzeptiert.
Ich weise auf folgende Stimmen:
Eine aktuelle Übersicht der wissenschaftliche Widerlegungen der Lüge „Passivrauchen“ / Von Grieshaber über Gutmann bis Even und Stadler( die Liste ist bekannt).
Also eines ist jetzt klar:
Diskurse will Brigita nicht führen und überhaupt, sie ist sich sicher, sie hat für alles eine Absolution.
Wie schön für Brigita!
Easy going...
Ich höre gerade einen absoluten Hammer-Super_Latin Jazz-
Beckenbodenkreiser:
Bebo Valdes(ei ja, de Papa (85) vom "Chuchu")
"Rides again" alles für 6,99 bei 2001
un zischt wie Appelsaft am ganze Köörpär!
Dedewesche laid mir nix uff und kay zeigt freiwillig seine Erhabenheiten. Ei Supär!
kay Jun 3rd, 2008 at 18:41
"@Ricci Riegelhuth: Was sollen diese Kommentare? Sie haben nichts mehr mit dem ursprünglichen Posting zu tun. Nimmt langsam eher die Form von Spam an, und was mit Spam passiert, ist auch klar. Wir sind hier klar für eine offene Diskussion und lassen auch andere Meinungen zu, das heißt aber nicht, dass wir diese Plattform für andere Ziele missbrauchen lassen."
Lass mal, keine weiteren Bittschriften, kay und Brigita, ich bleibe aus eurem Wohnzimmer draussen.
Gruß aus Ricciland
aber alles ist gut so wie es ist.
so liegt der sinn offen vor uns.
die beiden sind so wie sind damit wir uns von ihnen
unterscheiden können.
dem herrn sei gedankt.
amen
ps:ich oute mich hiermit zum erstenmal.
ich wollte mal abt im nonnenkloster werden!
Lieber Herr Kay,
sicherlich mag Herr Riegelhuth hier ein Bombardement intitiert haben, aber der Bezug auf den Gegenstand dieses Posting, nämlich die Petition für ein bundesweit einheitliches Rauchverbot ohne Ausnahmen, ist mehr als evident. Ich persönlich bin reiner Genussraucher und konsumiere nur Zigarren und Pfeife, wenn mir danach ist. Fastfood in der Form von Zigaretten interessieren mich eigentlich nicht. Ich werde mich sicherlich nicht gerne für mindestens 30 Minuten irgendwo vor die Türe stellen wollen. Solange der Gastronom einen separaten Raum für Raucher aufweisen kann, solange eine „Einraumkneipe“ das Recht hat für sich zu entscheiden, ob er diese als Raucherkneipe deklariert und entsprechend ausweist, benötigen wir kein totales Rauchverbot. Die Betonung liegt auf total. Dieses Wort erinnert an nur allzu bekannte totalitäre Instrumentarien und Praktiken aus dem 20. Jahrhundert und all die Zukunftsszenarien bzgl. Überwachungsmethoden, die man/frau bis dato in seiner Expressivität nur aus Romanen und Filmen kennt. Offensichtlich fehlt es hier an Willen zur Abstraktion und Weitsicht. Der Regelstaat greift bereits seit Jahren überall ein. Vor allem aus Brüssel versuchen Politiker ihre Daseinsberechtigung durch teils überflüssige Gesetzesentwürfe zu legitimieren.
Bzgl. Gesundheit, da ist jeder erwachsener Mensch zunächst grundsätzlich für sich verantwortlich. Oder möchten alle hier sich über die eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten bervormunden lassen? Wer schützt uns denn und vor allem unsere Kinder, die ja später mal für unsere Rente sorgen sollen, vor den Fastfoodketten, dem sozial und politisch etablierten Alkoholgenuss auf öffentlichen Veranstaltungen und Festen, den viel zu hochmotorisierten Autos mit entsprechenden Benzinverbrauch, der mehr als organisierten Starbuckskette? Sie sehen schon, man könnte diese Kette unendlich weiterführen. Alles in Maßen, das sollte die Devise sein. Und keine Bevormundung und Überregulierung, welche die Freiheit des Einzelnen sukzessive einschränkt. Die obig aufgeführte Regelung in der Gastronomie gibt es schon in Spanien und steht für ein tolerantes und respektvolles Miteinander. Das wäre doch der einheitliche Weg für Europa.
Eine kleine Anekdote um Schluss. Ich war neulich auf einem öffentlichem Fest unter freien Himmel. Der Zufall wollte es, das ich zu dem Zeitpunkt die einzige Person war, die ein Rauchwerk in den Händen hielt. Eine brennende Zigarre. Ich wurde auf einer Fläche im Freien!, die der Größe eines Fußballfeldes entsprach, mit Argwohn betrachtet und nahezu wie ein Aussätziger behandelt. Verstohlene Blicke und Geflüster machten sich breit. Der Weg zur Ausgrenzung ist nicht mehr weit, hatten wir alles schon mal, nicht nur in Deutschland. Die ganze Agitationsweise, die unter anderem in der erwähnten Petition mündet, lässt schlimmes Erahnen.
Crossover your senses, Jens Tausch
Leute der war nicht mehr drauff und zum schluss geht es doch immer politisch korrekt zu sein;-)
"In den Nachrichten aus Trier kommentiert jetzt aber ein Vertreter der Organisation «Forum rauchfrei» die Wirren um das Anti-Tabakgesetz von Rheinland-Pfalz. Ein Gericht hatte das neue Rauchverbot für Einraumkneipen wieder aufgehoben. Aufhorchen lassen hier die Forderungen, die «Forum rauchfrei» aufstellt:
Wir fordern ein generelles Tabakwerbeverbot, spitzenmäßige und gleiche Besteuerung aller Tabakprodukte sowie deren ausschließlichen Verkauf in lizenzierten Geschäften, wie es beispielsweise in Frankreich und Spanien der Fall ist. Erst ein Mix aus strukturellen Maßnahmen und der von Ihnen angedeuteten Verhaltensprävention hat wirkliche Erfolgschancen."
Somit erhellt sich auch hier der Zusammenhang zum
Ursprünglichen.
Gruß aus Bad Vilbel
Ricci R.
Die erfolgreichste Zeit der SPD war unter dem Wahlspruch
" Mehr Demokratie wagen ".
Muß man sich da noch wundern, daß eine SPD heute auf dem absoluten Tiefpunkt ist, wenn solche Pappnasen wie Bätzing, Lauterbach, Binding & Co. nichts anderes zu tun haben als große Teile der Bevölkerung rücksichtslos zu unterdrücken ?
Und wenn diese Unterdrückung obendrein noch breite Teile des kleinen gewerblichen Mittelstandes zu vernichten droht, gibt es da noch Fragen ?
Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann schon einen Sturm auslösen, auch wenn die genannten wohl eher Nachtfalter sein mögen.
Gott sei es gedankt, die 5 % Klausel ist in Sichtweite.