HomeKaffee
 

Habanos meldet Umsatzeinbruch

Während der deutsche Habanos-Importeur ein Rekordergebnis erzielte, ist der weltweite Habanos-Absatz offenbar eingebrochen, wie das Cigarjournal-Magazin meldet:

Reported revues of Habanos S.A. dropped 10.3 persent in 2011 according to cubastandard.com, a publisher of Cuban business and economic news. The drop was reported in the Imperial Tobacco Ltd. Annual Report for 2011 and came despite a reported 4-percent increase in luxury cigars outside the European Union.

Dieses Ergebnis erstaunt insofern, als Habanos-Co-Präsident Jorge Luís Fernández Maique im November noch optimistisch war. Im Interview, das ich mit ihm geführt habe (erscheint in der nächsten Cigar-Clan-Ausgabe), nannte er folgende Zahlen:

Die Zahlen des aktuellen Jahres sind sehr gut. Insgesamt liegen die Verkäufe 3 Prozent über dem Vorjahr – ohne den spanischen Markt sogar 6 Prozent.

5th Avenue erzielt Umsatzrekord

Der deutsche Habanos-Importeur 5th Avenue meldet für das zurückliegende Geschäftsjahr ein ausgezeichnetes Ergebnis:

Die Umsätze von Habanos in Deutschland erreichten im Jahr 2011 ein neues Allzeithoch. 5THAvenue, der Offizielle Alleinimporteur von Habanos, erzielte damit im Ergebnis das beste Jahr der Firmengeschichte. Die Absätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,5% im Wert und um 6,7% in Menge.

Wichtigster Absatzkanal für die Habanos ist und bleibt der Tabakwarenfachhandel. Besonders die sieben Geschäfte der La Casas del Habano und die 71 Habanos Specialists legten überdurchschnittlich zu.

Als sichere Bank erwiesen sich vor allem wieder die starken, globalen Habanos-Marken Cohiba, Montecristo, Romeo y Julieta, Partagás, H.Upmann und Hoyo de Monterrey, die jeweils deutlich zulegen konnten. Spitzenreiter in der Entwicklung der Marken waren Cohiba und Hoyo de Monterrey mit zweistelligen Zuwächsen. Besonders gefragt waren die Cigarren in Aluminium-Tubos; sie unterstützten das Umsatzplus deutlich.

Die meistverkaufte Habanos-Marke in Deutschland blieb Romeo y Julieta. Sie wuchs um 5,3% in Menge. Besonders die im Vorjahr eingeführte Romeo y Julieta Wide Churchill kam hervorragend an und sorgte auch im Umsatz für ein deutliches Wachstum.

Wichtige Impulse für Absatz- und Umsatzentwicklung gaben außerdem die Spezialitäten und limitierten Editionen. Die regionalen Editionen des Jahres 2011 für Deutschland, Sancho Panza Escuderos und Juan Lopez Distinguidos, verkauften sich wieder in Rekordzeit. Auch die drei Formate der Edición Limitada 2011 waren sehr gefragt. Ob Hoyo de Monterrey Short Pirámides, Ramon Allones Allones Extras oder die herausragende Cohiba “1966” – alle Produkte fanden schnell ihre Liebhaber. 

Auch die cubanischen Cigarillos sowie die Marke Guantanamera haben zum Rekordergebnis beigetragen. Bei den Minis Cubanos wurden die Umsätze um 9,9% und bei Guantanamera um 3,4% gesteigert.

Auch für das Jahr 2012 ist die Ausgangslage für Habanos und Minis Cubanos positiv. Wie sich in den vergangenen Jahren sehr deutlich gezeigt hat, stehen die starken Habanos-Marken in der Gunst der Verbraucher ganz weit oben und bescheren dem Fachhandel gute Erträge. Einen besonderen Schwerpunkt in 2012 werden dabei die Marken Cohiba und Romeo y Julieta darstellen, in der attraktive Neueinführungen zu erwarten sind.

Villiger erzielt ein Rekordergebnis

Villiger hat im vergangenen Jahr ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Der Umsatz ist um 22 Prozent gewachsen, der Zigarrenabsatz konnte die Unternehmung gar um 30 Prozent erhöhen. Das Wachstum ging nicht etwa auf den Eco-Zigarillo-Effekt zurück, wie mir Geschäftsführer Peter Witzke versichert hat. Vorallem der EU-Export habe sich gut entwickelt (z.B. ist der Umsatz in Spanien um mehr als 100 Prozent gewachsen). Die vollständige Pressemitteilung:

Die Villiger-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Der Gesamtumsatz des Unternehmens für verkaufte Cigarren und Rauchtabak stieg im vergangenen Jahr um 22% auf CHF 220 Mio. an. Der Cigarrenabsatz wurde sogar um 30% auf über 1,3 Mrd. Stück gesteigert.

„Alle Absatzmärkte entwickelten sich überaus positiv für uns“, sagt Geschäfts-führer Peter Witzke, „selbst im hart umkämpften Schweizer Inlandgeschäft steigerten wir den Umsatz um 3%“. Besonders erfolgreich entwickelte sich das Exportgeschäft. Trotz des starken Schweizer Frankens stieg der Nettoumsatz außerhalb der EU um 19%. Das Tochterunternehmen in Deutschland, die Villiger Söhne GmbH, Waldshut-Tiengen, verzeichnete ein Umsatzplus von 26%. Die Zunahme im Inlandgeschäft von 17% und der Export in die EU, der sich mit plus 92% fast verdoppelt hat, trugen zu diesem positiven Ergebnis bei.

„Wir haben unsere Wunschziele noch nicht ganz erreicht aber wir sind auf dem besten Weg, im Jahr 2012 über 1,5 Mrd. Cigarren zu verkaufen und das trotz des gesellschaftlichen und politischen Drucks auf die Hersteller“, so Villiger Geschäftsführer Peter Witzke.

Zigarrenabsatz in Deutschland stabil

Die Menge der versteuerten Zigarren und Zigarillos ist 2011 gegenüber dem Vorjahr um 6.3 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt Deutschland heute in einer Pressemitteilung meldet. In die Kategorie «Zigarren und Zigarillos» fallen jedoch auch sogenannte Ecozigarillos. Die Zahl widerspiegelt deshalb nicht die reale Entwicklung der Zigarrenbranche, wie der Bundesverband der Zigarrenindustrie in einer Gegendarstellung erklärt:

Das Statistische Bundesamt hat mit seiner Pressemeldung vom 18. Januar über den Absatz von Tabakwaren im Kalenderjahr 2011 berichtet. Für Zigarren und Zigarillos wird ein Zuwachs von 6,3 Prozent und ein Volumen von 4,2 Mrd. Stück für 2012 ausgewiesen. Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ), der die Interessen der mittelständisch strukturierten Hersteller und Importeure von Zigarren und Zigarillos vertritt, weist darauf hin, dass diese veröffentlichen Zahlen der Versteuerungsstatistik die reale Entwicklung bei den traditionellen Zigarren und Zigarillos nicht widerspiegelt. Laut Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des BdZ, geht der Verband nach eigenen Schätzungen davon aus, dass ca. ein Viertel dieser Menge auf traditionelle Zigarren/Zigarillos entfällt. Der Markt hat sich im letzten Jahr relativ stabil gezeigt.

Der starke Unterschied zu den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen ist durch den Absatz von sogenannten Ecozigarillos zu erklären Hier hat es wahrscheinlich noch einen Zuwachs gegeben, weil vor der Einführung der Mindeststeuer und der hierdurch bedingten Preissteigerung offenbar eine größere Bevorratung mit altpreisiger Ware stattgefunden hat. Der BdZ geht davon aus, dass durch die Einführung der Mindeststeuer und durch die zum 01.01.2015 in Kraft tretende Änderung der Definition für Zigarren / Zigarillos sich dieses Volumen stark reduzieren wird. Nach Einführung der neuen Definition werden die Ecozigarillos wie Zigaretten besteuert.

Cohiba - von Freunden empfohlen

Jimmy McGhee vom englischen Habanos-Importeur Hunters and Frankau hat auf Twitter eine Studie verlinkt, welche untersuchte, welche Marken Konsumenten am ehesten ihren Freunden und Familie empfehlen würden. Das doch überraschende Ergebnis: Auf Platz 6 der Rangliste landete die Habanos-Marke Cohiba, zwar hinter den Marken Mercedes und Apple iPhone, aber vor Audi und Rolex.

Empfehlungen von Freunden gelten als wichtige Einflussgrösse bei der Kaufentscheidung, weil ihre Glaubwürdigkeit besonders hoch ist.

Die nach betriebswirtschaftlichen Begriffen wertvollste Zigarrenmarke bleibt trotzdem und mit Abstand Davidoff, weil unter diesem Brand auch Zigaretten, Parfums und vieles mehr erfolgreich verkauft wird. Habanos versucht mit der «Cohiba Atmosphere»-Linie ähnliches, kommt damit bisher aber auf keinen grünen Zweig.

«If one of them was a Cuban, you'd never know which one it was»

Der Daily Herald hat die neuen Direktflüge zwischen O'Hare in Illinois und Havana zum Anlass genommen, um die möglichen Folgen des Embargo-Endes für den amerikanischen Zigarrenmarkt zu untersuchen («As Cold War Thaws, might Cuban cigar market heat up?»). Im Artikel kommt ein Händler aus Naperville zu Wort, der die Situation folgendermassen beurteilt:

«If cigars from Cuba were made legal, (cigar store owners) would have a line around the block on Day One of people waiting to get them,» says Hal Elmore, 55, owner of the Bull & Bear Tobacco Shop in downtown Naperville, envisioning throngs of people willing to pay $50, $75 or more for a single Cuban cigar. «And then, on the second day, there would be no one in line.»

At one time, Cuba was the only place making cigars, Elmore says. The island had the perfect climate, the right soil, the best tobacco and the most-skilled wrappers. Then people started taking Cuban tobacco seeds to the Dominican Republic, Honduras and other places with good soil, fine weather and people who had learned how to make excellent cigars.

«I guarantee you that, if I laid five cigars on the counter and one of them was a Cuban, you'd never know which one it was,» Elmore says.

«Stilvoll war gestern»

Die Welt berichtet von der deutschen Tabakfachmesse Inter-tabac, die gestern zu Ende gegangen ist («Stilvoll war gestern»). Der Titel bezieht sich auf den rückläufigen Pfeifenmarkt. Für den stilvollen aber aufwändigen Pfeifengenuss würden sich immer weniger Leute die Zeit nehmen. Positiv ist die Entwicklung im Bereich Zigarren und Zigarillos. Zusammen machen Zigarren und Zigarillos nur 3.6 Prozent des ganzen Tabakmarktes aus, und etwa gerade so viel Platz wird den Zigarren und Zigarillos auch im Beitrag eingeräumt:

Auch bei Zigarren und Zigarillos geht der Trend zu allerlei Geschmacksrichtungen. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos wuchs im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent - Zigarren machen dabei ein Drittel des Absatzes aus, den Rest stellen Zigarillos. Beide Produkte stehen für 3,6 Prozent des Gesamttabakmarkts. «Zigarren rauchen ist ein Hobby. Entweder man lebt es, oder man lebt es nicht - unabhängig von der Konjunktur», sagt Verbandschef Marx. Die dicken Stangen gelten als Genussmittel, bei denen Raucher höhere Preise eher akzeptieren.

Ein Wort zur aktuellen Marktlage

Seit die Schweizerische Nationalbank ein Mindestziel für den Euro-Franken-Kurs vorgegeben hat, ist die Währungskrise schon fast wieder ausgestanden. Für die Zigarren-Branche, welche Produkte aus dem Ausland importiert, war der starke Franken eigentlich mehr Segen als Krise – wenigstens für die Importeure. Diese haben in den letzten Monaten aber keine Anstalten gemacht, die Währungsgewinne weiterzugeben. Dem Handel sind deshalb die Hände gebunden. Wo trotzdem Euro-Rabatte auf Havannas ausgerufen werden, wird die Ware über den Graumarkt bezogen – es bestehen keine Garantien für die Herkunft der Ware, die Echtheit oder die Lagerbedingungen auf dem Weg in die Schweiz. Für uns und andere Händler, die Havannas ausschliesslich über den offiziellen Importeur Intertabak beziehen, ist die aktuelle Marktlage mit einem zunehmenden Preisdruck schwierig. Jedoch ist es für uns selbstverständlich, dass wir den vermeintlichen Verlockungen des undurchsichtigen Graumarktes nicht nachgeben. Wir würden gerne günstiger anbieten, ziehen es aber im Zweifelsfalle vor, eine Garantie dafür zu haben, dass unsere Produkte echt sind und höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Live-Ticker von der Davidoff-Pressekonferenz

Davidoff Pressekonferenz 

In Zürich hat in diesen Minuten die Pressekonferenz mit Hans-Kristian Hoejsgaard, dem neuen Präsidenten und CEO von Davidoff, begonnen. Im folgenden Live-Ticker die wichtigsten News:

  • 1911 eröffnete Henri Davidoff ein Tabakgeschäft in Genf - dieses Jahr feiert Davidoff seinen 100-jährigen Geburtstag.
  • Eine Limited Edition im Toro-Format ist exklusiv in Genf erhältlich; die übrigen Davidoff Stores werden ab Mitte August beliefert. Für die Davidoff-Depositäre wird eine limitierte Anniversary-Zigarre im Robusto-Format aufgelegt.
  • Die Oettinger Davidoff Group ist in zwei verschiedenen Märkten tätig: Weltweit ist Oettinger Davidoff im Premium-Zigarren-Geschäft aktiv; in der Schweiz betreibt die Gruppe ein diversifiziertes Handelsgeschäft.
  • Strategische Visionen: Weitere Stärkung der Marke Davidoff (das Kronjuwel der Davidoff-Gruppe). Als Hauptwettbewerber für die Marke Davidoff sieht Hoejsgaard Kuba (das Land).
  • Vom Rauchen soll es hin zum Lifestyle / savoir faire gehen.
  • Wer etwas zu Feiern hat, soll automatisch an Davidoff denken. Genauso, wie das bei Champagner der Fall ist.
  • Das Embargo gegen Kuba wird eines Tages fallen (vielleicht früher, als man denkt); Davidoff möchte darauf vorbereitet sein.
  • Strategische Schwerpunkte: 1. Amerika; 2. Travel Retail; 3. Asien mit besonderem Augenmerk auf China; in diesen drei Märkten soll u.a. in Lounges investiert werden. 4. Spanien: Hier läuft das Geschäft schleppend. Oettinger Davidoff will hier die Marktposition verteidigen. 5. Schweiz und Deutschland: Die Heimmärkte haben eine sehr grosse Bedeutung für den neuen CEO. 6. Neue Märkte (u.a. Brasilien).
  • Davidoff plant Relaunches für die Davidoff-Stores. Als Pilot-Store wird der Shop im Zürcher Flughafen umgestaltet. Der weltweite Roll-out folgt im 2012.

Fragen an den Davidoff-Chef

Seit 1. Juni ist Hans-Kristian Hoejsgaard der neue CEO und VR Präsident der Oettinger Davidoff Group. Ende Monat lädt Hans-Kristian Hoejsgaard zu einem Presseempfang, um sich vorzustellen und über seine Vision und strategischen Absichten für Davidoff zu informieren. Bei dieser Gelegenheit darf ich mit dem Davidoff-Chef ein Interview führen. Gerne werde ich Hans-Kristian Hoejsgaard auch Leser-Fragen stellen. Wer etwas bestimmtes wissen möchte, darf sich per E-Mail oder via Kommentar melden.
  Beiträge 1 - 10 / 22   weiter