Cohiba Maduro 5 im Festival-Nachgang
Nach den ersten "Eindrücken des Festival del Habano" hat Nino's Flying Cigar weitere Impressionen, insbesondere auch zur Cohiba Maduro 5 Linie, veröffentlicht.

(Bild und Copyright: Nino's Flying Cigar)
Über die Neulancierung haben unter anderem auch art of smoke ("Cohiba Maduro 5") und - in schwärmenden Worten - James Suckling von Cigar Aficionado Online geschrieben. Ein Auszug:
"One of the highlights was the opportunity to try three new Cohiba sizes with five-year-old maduro wrappers. They include the Genios, 52 ring by 5 1/2 inches; Mágicos, 52 by 4 1/2 inches; and Secretos, 40 by 4 1/3 inches. The dark-wrapper smokes were originally supposed to have small pigtail ends, but the caps were ultimately left round like normal Cohibas because the Cubans believed the pigtails was not in keeping with the brand. Who cares anyway? The new trio is excellent."






Kommentare
M
F
G
Sopur
das ich extremst gespannt bin, brauch' ich wohl nicht zu schreiben! :-)
Rauchzeichen von Hans Bewersdorff,
Welt am Sonntag, 30.12 2007
Mit Zigarren ist es wie mit Aktien. Wenn alle jubeln, ist Vorsicht angebracht, umgekehrt, wenn alle meckern, lohnt sich ein Kauf. So auch im Fall der neuen Cohiba Maduro-Serie. Die üblichen Lautsprecher rümpften zum Start Ende Juni die Nase. Auf der Intertabac in Dortmund begrüßte man mich am Stand von 5th Avenue mit einer Magicos, der Robusto aus der Maduro-Serie.
Zusammen mit einem Freund aus Bad Vilbel setzte ich mich an die Bar für die kleine, dicke Maduro. Schnell gesellten sich die ersten Havanna-Oberlehrer zu uns. Nachdem das Standardprogramm – „ich komme gerade aus Kuba, habe die Fabriken allesamt unter die Lupe genommen, Direktoren, Roller gesprochen“ – aufgesagt war, folgte das erwartete Experten-Urteil: „Ist nix, außer teuer. Für das Geld gibt's reichlich Besseres aus Kuba.“
Was denn? Die Antworten verkümmerten im betörenden, süßen Nebenrauchstrom der glimmenden Magicos. Das Maduro-Finale verlegten wir entspannungshalber an die Würstchenbude der Halle.
Inzwischen hat sich die erste Welle heißer Luft verflüchtigt, es mehren sich die Stimmen der Kenner mit Substanz, und da fällt das Urteil anders aus: Die neue Maduro-Serie gehört zum Besten, was Kuba derzeit zu bieten hat. Hier und da zeigt sie kleinere Schwächen, aber die sind vertretbar, weil man sie mit ein bisschen Erfahrung und Fingerspitzengefühl umgehen kann. Da wäre zum einen das Dauerproblem mit der zu geringen Tabakmenge. Wir kennen das von der Montecristo Edmundo und den Vitolas anderer Marken, die immer wieder heimlich auf Diät gesetzt werden. Angeblich will man Ärger mit schlecht oder kaum ziehenden Havannas vermeiden. Die Wahrheit ist: Bei den dicken Puros gab es in dieser Hinsicht kaum Probleme.
Insgesamt gibt es heute mehr Vitolas in erweiterten Robustoformaten, die ab einem Ringmaß 48 beginnen. Der Trend zu den dicken Formaten ist ungebrochen. Auch die neue Maduro-Serie folgt ihm. Zwei der drei Formate haben das stattliche Ringmaß von 52, die Genios mit 140 Millimeter Länge und die Magicos mit 115 Millimeter Länge. Komplettiert wird diese neue Serie durch die Secretos, die mit einem 40er-Ringmaß und einer Länge von 100 Millimeter komfortablen Genuss für 30 Minuten bietet, also ein zeitgemäßes Zigarrenplaisir. Die Cohiba Maduro 5 ist die dritte Cohiba-Linie. Die 5 bezieht sich auf ihre speziell fermentierten Tabake, die in sogenannten „Tercios“ 5 Jahre lang lagern.
Nach der Linea Clasica und der Linea 1492 setzt man auf eine weitere Nische: Havannas im dunklen Kleid. Kenner hatten schon lange darauf gewartet, entsprechend groß war das Aufsehen bei der Präsentation während des letzten Habanos-Festivals. Dabei hat das Maduro-Deckblatt eine lange Tradition in Kuba. Unter anderem auch, weil der Trend zu dunkleren und aromatischeren Zigarren anhält. Dies gilt besonders für die USA, wo trotz des Embargos jährlich bis zu 8 Millionen Havannas goutiert werden. Das klingt paradox, und doch ergibt es bei der Habanos-Passion der US-Amerikaner Sinn.
Auf jeden Fall sollte man den Maduro 5 noch Zeit im Humidor gönnen. Der Tabak ist exzellent fermentiert, vermutlich ist er wirklich vier bis fünf Jahre alt. Es bilden sich keine Ablagerungen auf der Zunge, der Rauch beißt nicht. Aber die Zigarre ist noch lange nicht auf dem Höhepunkt. Ein zusätzliches Jahr Lagerung, dann ist die Hochzeit der verwendeten Tabake vollzogen und der Havanna-Traum perfekt.