Bayern beschliesst Totalverbot
Gestern hat Bayerns Landtag das deutschlandweit schärfste Rauchergesetz beschlossen. Es tritt bereits am 1. Januar in Kraft. Für die Gastronomie gilt in Bayern in Zukunft ein Totalverbot - auch in abgetrennten Räumen darf nicht mehr geraucht werden.
Betroffen sind auch die erst kürzlich eröffnete Davidoff Lounge im Hotel Kempinski in München oder die Casa del Habano Nürnberg. Weiterbestehen können die Zigarrenlokale nur als Clubs. Während reine Smoker-Lounges mit einem Club-Modell einigermassen leben können, ist die Situation für die Casa schwieriger, weil über das Verkaufsgeschäft auch normale Kundschaft bedient wird.

Rauchen nur noch in geschlossener Gesellschaft (Casa del Habano Nürnberg)
Aus aktuellem Anlass sind offenbar auch die Rauchzeichen zum Thema von Hans Bewersdorff noch einmal abgedruckt worden. Unter dem traurigen Titel «Der Cohiba geht die Luft aus» schreibt Bewersdorff in der «Welt» zur neuen Situation in Bayern:
Betroffen sind auch die erst kürzlich eröffnete Davidoff Lounge im Hotel Kempinski in München oder die Casa del Habano Nürnberg. Weiterbestehen können die Zigarrenlokale nur als Clubs. Während reine Smoker-Lounges mit einem Club-Modell einigermassen leben können, ist die Situation für die Casa schwieriger, weil über das Verkaufsgeschäft auch normale Kundschaft bedient wird.

Rauchen nur noch in geschlossener Gesellschaft (Casa del Habano Nürnberg)
Aus aktuellem Anlass sind offenbar auch die Rauchzeichen zum Thema von Hans Bewersdorff noch einmal abgedruckt worden. Unter dem traurigen Titel «Der Cohiba geht die Luft aus» schreibt Bewersdorff in der «Welt» zur neuen Situation in Bayern:
In San Francisco öffnete 2003 eine Zigarren-Lounge ohne Zigarren. Statt echtem Rauch schafft man mit modernster Lichttechnik ein illusionistisches Kabinett bei karibischen Drinks und Musik. Diesen Albtraum könnte auch die Casa del Habano in Nürnberg erleben. Inhaberin Christine Klever hat ein Vermögen investiert, um ein einzigartiges Havanna-Paradies zu schaffen. Doch die bayerische Staatsregierung interessiert das nicht. Ab Januar ist auch in der Casa das Rauchen verboten.Laut der Inhaberin der Casa del Habano Nürnberg Christine Klever wird im Moment abgeklärt, ob ein Club mit so genannten Tagesmitgliedschaften rechtlich zulässig wäre.
Pikant: Der ein oder andere bekannte CSU-Politiker war in der Vergangenheit gern auf einen Smoke zu Gast bei Frau Klever. Jetzt meiden die Partei-Bürokraten die Casa del Habano. Bayern hat mit seinem Rundumschlag das letzte Rückzugsgebiet der Zigarre ins Visier genommen. Welch unwürdige Vorstellung: Zwei Stunden Genussversuch einer Churchill bei eisigem Wind vor der Tür, eine Farce.






Kommentare
Darf man sich als Bürger eine solch extreme Bevormundung überhaupt gefallen lassen? Ich meine nein, jedenfalls nicht, wenn man noch einen kleinen Funken Selbstachtung in sich trägt.
Reaktion: Ziviler Ungerhorsam.
Vielen Dank für den Hinweis zur Selbstachtung und jetzt ist auch klar, wie in Zukunft zu handeln ist: einmütig und geschlossen.
Wenn wir alle die gleiche unmissverständliche Sprache wie Herr Huber benutzten, ist auch Frau Klever geholfen.
Gaar nett meehr lang ruummache, gelle!
Gas gewe, längär lewe...
Dem Freund das Herz, dem Feind die Stirn!
Gruß aus Ricciland!
Tim Cole: Die CSU wird ausgesperrt !!!
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Wo sollen bloß die armen CSU-Abgeordneten jetzt ihre Zigarren kaufen? Georg Huber ist ein Bayer durch und durch, ein „g’standens“ Mannsbild, Trachtenträger aus Leidenschaft und Hüter einer stolzen Tradition: Wie sein Vater und sein Großvater vor ihm hat er den altehrwürdigen bayerischen Handwerksberuf des Pfeifendrechslers gelernt, hat den Familienbetrieb im Herzen Münchens („im Tal“) übernommen und zu einem der ersten Adressen für Rauchkultur in Deutschland ausgebaut. Wer was auf sich hält in der feinen Münchner Gesellschaft kauft bei ihm ein, darunter auch viele Mitglieder der CSU-Landtagsfraktion. Schließlich ist Huber einer von ihnen, seit Jahrzehnten Parteimitglied und eine von jenen Leuten, mit denen sich CSU-Obere wie Ministerpräsident Günther Beckstein oder Franktionschef Georg Schmid gerne ablichten lassen.Nun, genau genommen ist jetzt die Vergangenheitsform angebracht. Huber WAR CSU-Mitglied. Er hat in einem zornigen Brief an die Parteileitung soeben seinen Austritt erklärt und dies mit der arroganten Art begründet, wie seine – ehemaligen – Parteifreunde das brutalste Antirauchergesetz Deutschlands durchgeboxt haben. Für ihn gehören Werte wie Toleranz, Augenmaß und der gesunde Menschenverstand ebenso zu Bayern wie Weißwurst und Wiesenmaß, und die sieht er hier auf das Gröbste verletzt. „Das ist nicht mehr meine CSU“, sagte mir Huber bei meinem letzten Besuch in seinem Laden.Natürlich wird ein solcher Austritt noch keine Existenzkrise bei der CSU auslösen. Deshalb hat Huber zum extremsten Mittel gegriffen: Er hat ein Ladenverbot für CSU-Abgeordnete verhängt und dies in seinem Austrittsbrief auch deutlich gesagt. Und da sich, wie man weiß, unter den Parlamentariern, die am Mittwoch gehorsamst der Order ihres Fraktionsvorsitzenden (Raucher-Spottname: „Schüttel-Schorch“) gefolgt sind und für den Totalverbot gestimmt haben, eine Menge Genussraucher befinden, wird diese Strafmaßnahme vermutlich ein bisschen schmerzen. Jetzt fehlt nur noch, dass die Dorfwirte, die sich am Montag im Löwenbräukeller zum „Münchner Protest“ gegen das Brutalo-Gesetz versammelt haben, ihre dort geäußerte Drohung ebenfalls wahrmachen und sich im anstehenden Wahlkampf weigern, Parteiveranstaltungen der CSU in ihren Gasträumen zu erlauben. Ja, sie können einem wirklich leid tun, die armen CSU-Abgeordneten. Weil sie nicht mehr in die Kneipe dürfen, sitzen sie bald daheim im Wohnzimmer und haben nicht einmal etwas zum Rauchen. Aber das macht nichts: Wahrscheinlich würden es ihnen ihre Ehefrauen ja ohnehin nicht erlauben…
Quelle als Link
Das "Bayrische-Politiker-Mannsunbild" wurde vom Körner-Jodel-Rauchfrei- Kreis der vernachlässigten Abgeordenten-Ehegattinen exikutiert.
Wer hat da für die geplagten Damen das Visier runtergezogen und so wild dafür gekämpft, das die Herren abends früher nach Hause kommen?
Den schärftsten Franktionvorsitzenden, der je für die CSU
die Hände schüttelte:
Der Schüttel-Schorsch!
Ich bin auch gegen "Kameradenschweinliches" Verhalten, aber manchmal muss man halt strikt und unnachgiebig sein.
Es wird einem nichts mehr geschenkt. Das tangiert genau uns Zigarrenraucher. Denunziert und verbannt. Kann ja kaum unser Ziel sein, schweigend in den Untergrund zu gehen. Sind wir einfach zu "lieb"?
LG und good smoke
Wenn die nicht gelebt wird, was dann?
Vorbilder?
Demonstratives Duckmäusertum, zuallererst bei Verbänden und wie jetzt erlebt,
bei Zigarre rauchenden
CSU-Abgeordneten.
ohne Worte
Habe (obwohl nicht nötig) den Austritt auch mit dem Rauchverbot in Bayern begründet.
Fühle mich in einer freiheitlichen Partei jetzt besser aufgehoben.
(Zumal sich ja die Union auch gern als Liberal- Konservativ ausgibt).