Open doors bei Smokersnews
Anlässlich der Fachmesse Inter tabac hat Smokersnews.de seine Türen geöffnet und einige sonst kostenpflichtige Rubriken freigeschaltet. Auch die Videos der Rubrik «Smokersnews TV» sind bis am 20. Oktober frei zugänglich.
In den Gesprächen, die Smokersnews TV mit Vertretern der Hersteller, des Grosshandels und der Verbände geführt hat, hört man viele Durchhalteparolen. Einige Beiträge strahlen eine resignierte, fast schaurige Friedhofsstimmung aus.
Eine Auswahl sehenswerter Beiträge:
Ricci Riegelhuth («Gas gewe, länger lewe»)
Wiljo van Maren von Arnold André (die Ausnahme der Friedhofs-Regel bei den Herstellern)
Avo Uvezian
Peter Heinrichs («Ich bin der Beste»)
Heinrich Villiger







Kommentare
"Friedhofsruhe" und "Devote Duldungstarre" bezeichnet exakt den Zustand der Branche.
Was das ganze noch zusammenhält sind wir Aficionados.
Na dann, der Beste unterstreicht die Beratungsresistenz der Branche.
Schon viel geredet im Leben, selten wirklich interessant und vor der Kamera fehlt einfach Übung.
Eindrücke von einem engagierten Aficionado:
Ein Tag auf der Inter-Tabac 2007
24.09.2007
Unser Leser Thorsten Gommert war in diesem Jahr Gast auf der Intertabac. Seine ganz persönlichen Eindrücke von der Branchenmesse hat er in einem Artikel zusammengefasst.
"Nach Abstinenz im letzten Jahr freute ich mich schon riesig auf die Messe Inter-Tabac und das Wiedersehen mit meinen Bekannten in Dortmund. Der Einstieg wurde durch eine Einladung von 5TH Avenue zur „Noche del Habano“ am 20.09.2007, also dem Vorabend des Beginns der Inter-Tabac, versüßt.
Man hatte sich nicht lumpen lassen und dazu die Zeche Zollern, ein imposantes Industriedenkmal angemietet. Hier trafen sich ca. 150 geladene Gäste um bei Musik des Ensembles „Havanna Open“, guten Habanos, Mojito, Fingerfood, spanischem Wein und deutschem Bier einen vergnüglichen Abend zu verbringen.
Bereits am Eingang wurde man mit zwei Zigarren bedacht, die aktuellen Edicion Limitadas 2007 von Hoyo de Monterrey und Romeo y Julieta. Ich kam mir vor wie ein Baby-Mörder, man sollte ihnen ruhig noch ein paar Jahre Reifung gönnen.
Christoph A. Puszkar, der Marketing Manager des Deutschlandimporteurs, eröffnete den Abend mit einer kurzen Begrüßung. Unmittelbar darauf wurde ein Seitentor des beeindruckenden Gebäudes geöffnet und Heinrich Villiger fuhr selbst ein Motorradgespann in die Halle, im Beiwagen die Schauspielerin Andrea L´Arronge. Diese hatte man als Moderatorin für den Abend gewonnen. Herr Villiger widmete sich mehreren interessanten Themen, u.a. der aktuellen Entwicklung der Rauchverbote und der Auswirkungen auf die Branche. Er ist sehr eloquent und präsent.
Es folgten diverse Kurzinterviews, die nicht von besonderem Tiefgang oder fundierten Zigarren-Kenntnissen der Moderatorin geprägt waren und aus denen die anwesenden Insider eher wenig Neues erfahren haben dürften. Zuletzt widmete man sich der neuen Maduro 5-Serie von Cohiba und es wurde unruhig im Saal. Zwei hübsche junge Cubanerinnen kamen auf die Bühne, mit zahlreichen Papiertaschen mit dem Cohiba Logo. Diese enthielten eine wunderschöne Holzschatulle (wie sie auch auf dem diesjährigen Festival auf Cuba ausgegeben wurde), mit je einem Exemplar der drei neuen Maduro 5 Formate, einem Cutter, Cohiba-Streichhölzern und dem Führer für Habanos-Liebhaber.
Nachdem nun jeder durch diese vorweihnachtliche „Bescherung“ versorgt war, begann der entspannte Teil des Abends. Viel Musik, Wein, Leckereien und Plaudereien an den mit kubanischen Fahnen geschmückten Tischen – gute Stimmung unter den Protagonisten der Habanos. Ich werde Herrn Puszkar vorgestellt, ich bin übrigens der, der moniert hat, dass seit zehn Jahren die gleichen vier Rechtschreibfehler auf dem kleinen, dünnen Beipackzettel stehen, der in den Habanos-Kisten liegt. Schön jetzt dazu ein Gesicht zu haben.
Gegen Mitternacht leerte sich das Teilnehmerfeld doch merklich und auch ich verließ mit Gottfried und Stephan (Zigarrenzimmer.de & CCC Mainz/Wiesbaden) den Veranstaltungsort. Ab ins Hotel - schließlich hatten wir ja noch was vor am nächsten Tag.
Zehn Stunden später, nachdem ich mich über Umwege an der Rush-Hour Dortmunds vorbei gequält hatte, kurze Wartezeit am Kartenschalter (bloß kein Privatleute auf der Fachmesse !) und dann endlich der Eintritt in die „heiligen Hallen“. Abermals gewachsen die Messe, es präsentierten sich ca. 200 Aussteller in den Hallen 4,7 und 8. Vor ein paar Jahren fand man noch in einer Halle Platz. Aber die Erweiterung hat der Inter-Tabac sehr gut getan, breite Gänge die am Freitagvormittag noch entspanntes Schlendern ermöglichten und nicht gedrängte Stände. Erstmal in der Halle 4 zu Klaus Engert von Charles Fairmorn, auf eine Bahia del Duque und einen Cuba-Libre – danke Klaus für den guten Messeeinstieg. Dann gestaunt, dass 5TH Avenue abermals ihre uneinnehmbar erscheinende, riesige „Trutzburg“ neben offenen und einladenderen Messeständen errichtet hatte. Zutritt nur nach vorheriger Anmeldung...
Also lieber weiter, erst mal zum schönen Stand von Dannemann, ich laufe Matthias Martens (Cigar Clan) in die Arme, den ich gestern schon kurz auf der Noche del Habano begrüßt hatte. Wir unterhalten uns und ich werde umgehend fürsorglich vom Dannemann-Personal mit einer Artist Line Reserva 2004 und einem brasilianischen Kaffee versorgt.
Irene Seiler (Rauchkultur Bensheim) und Walter Born dann kurz bei Don Stefano getroffen - gut geschlafen, alles klar ?
Wo ist eigentlich unser Kioskiero Ricci ? Klaus meinte vorhin der trägt „so einen Kuhmantel – den kannste gar nicht übersehen“.
Schnell noch den aktuellen Cigar Clan mit dem Brandy-Tasting eingesteckt.
Aber jetzt erst mal weiter, vorbei an einer Armada an Einwegfeuerzeugen und Wasserpfeifen - wir sind ja nicht zum Spaß hier ! Der Stand von Kohlhase und Kopp wartet, was für ein Sortiment – hier allein schon könnte man einen ganzen Tag verbringen. Gebrüder Heinemann, Woermann und Wolfertz folgen.
In Halle 7 sind die Mexikaner, haben sich wieder alle an einem Stand im Rudel vereint : Gemeinsam sind wir stark ! Ah, Laura Chavin ist auch noch da. Am Stand von Puros Indios liegen Zigarren aber keiner ist da. Eine Runde später immer noch nicht, die Zigarren verkaufen sich wohl von selbst.
Auf dem Weg dorthin fast mit Ricci zusammengestoßen. Begrüßung und Bewunderung seines Outfits. Tatsache, nicht zu übersehen im langen „Kuhledermantel“ und mit schwarzem Strohhut – Outstanding. Er gibt schon wieder Vollgas und ist hier sichtlich in seinem Element, zügig durch die Gänge: Stimmung, Frohsinn, Umsatz !
Also zusammen ab in die Halle 8. Plötzlich sehe ich entfernt weibliche Engel – Unterzuckerung oder führt uns der Durchgang geradewegs ans Himmelstor ?
Nein, alles nur Werbung für aromatisierte Zigarren, ob dieser Trend wohl von Dauer ist ? Sah man auf der diesjährigen Messe jedenfalls massenhaft.
Der schöne Stand von Paul Bugge, Daniel Höldke der Prokurist begrüßt mich. Dort steht ja auch die „Cusano-Crew“ um Michael Chiusano, dem ehemaligen Investmentbroker aus Boston, der 1995 eher zufällig ins Zigarrengeschäft einstieg. Ein fröhliches Wiedersehen, wir hatten drei Tage zuvor in der Villa Rothschild in Königstein, bei der Europa-Vorpremiere der Cusano Cuveé Rouge gemeinsam einen sehr schönen Abend. Die Zigarre, eine mittelkräftige Dom.Rep.-Puro, ist für mich jedenfalls die Messeneuheit schlechthin. Eine herrlich gut ausbalancierte und leckere Zigarre mit wunderschönem Deckblatt. Das Fünfziger- Cabinet der Salomon ist wirklich ein Traum, ich war sehr angenehm überrascht. Ich unterhalte mich lange bei einer weiteren Cuveé Rouge mit José Cardenas dem Production Manager. Norbert Höldke, der Geschäftsführer von Paul Bugge, präsentiert mir in erfrischend herzlicher und offenere Art die anderen Produkte : Garo Fine Cigars, Padilla, Casa Culinaria und Heavenly Cigar Company (die mit den Engeln).
Mir wird Dr. Garo Bouldoukian vorgestellt, der seit 1996 im Zigarrengeschäft ist. Die Garo Blue Robusto, seine erste Kreation ist eine mittelkräftige Zigarre mit einem Conneticut-Decker, viel Zedernaroma aber durchaus auch empfehlenswert. In der gastfreundlichen Atmosphäre des sehr einladenden und anziehenden Stands gönne ich mir einen Mojito und mehrere anregende Gespräche.
Fred Lauw (El Humidore, Königstein) kommt mit seiner Frau und Ewald Stromer (Barchef Villa Rothschild & Kempinski Falkenstein) vorbei, sie hatten das Cusano-Tasting dort organisiert: Familientreffen.
Jetzt aber schnell noch den Rest der Halle 8 besichtigen. Man möchte mir etwas aufdringlich ein neues Kassensystem verkaufen – danke kein Bedarf. Da ein Stand mit Troya, nein, nicht der cubanische Shortfiller, sondern eine Nicaragua-Puro, angeblich unter der Leitung von Don Pepin Garcia produziert. Ich probiere eine kleine Perfecto (überall kleine Formate mit großem Ringmass, der Trend dieses Jahr) mit Connecticut-Deckblatt die mich nicht umhaut. Die X-tra-Serie soll das Spitzenprodukt sein, Preise noch ungewiss. Man wird sehen ob sie die Erwartungen die man bei einem Produkt von Don Pepin hat, erfüllen kann.
Zum Schluss noch mal kreuz und quer durch alle Hallen. Mit Ewald Stromer ausgiebig über das am 01.10.07 zu uns in Hessen kommende Rauchverbot in der Gastronomie gesprochen – was für ein Wahnsinn ! Ausgemacht, nächste Woche lassen wir es noch mal richtig krachen und dann wird gegen die „Anti-Raucher-Kreuzritter“ gekämpft. Wir sind beide verwundert, dass dies auf der Messe von den Ausstellern nicht thematisiert wird, wo sind etwa die Hersteller von innovativen Rauchabluft- bzw. Luftreinigungssystemen, wie man sie aus Zigarren-Bars in USA kennt ?
Fazit: Nicht viele wirkliche Messe-Neuheiten. Aber es hat sich trotzdem auf jeden Fall wieder gelohnt. Wir haben jede Menge nette alte und neue Bekannte getroffen und einige sehr gute Zigarren probiert. Es bleibt spannend!"
Thorsten Gommert
Michael Cusano („Cusano“und „Cuvee“), Heather Philips („Heavenly“) und Dr. Garo Bouldoukian („Garo“) präsentierten ihre Produkte ganz persönlich
Auszug einer Meldung zur Intertabac aus smokersnews.de:
"Die Paul Bugge GmbH, Cigarrenimporteur aus Villingen-Schwenningen, präsentierte auf einem beeindruckenden Messestand in Dortmund vier neue Premium-Cigarrenmarken. Absolute Neuheiten im deutschen Markt, wie Daniel Höldke (Vice President) der Bugge GmbH der Redaktion von smokersnews.de mitteilte. Bugge zeigte in Dortmund nicht nur attraktive Premium-Cigarren, sondern beeindruckte auch mit schönen Accessoires.
Zur Deutschland-Premiere der Top-Produkte hatte Bugge die Cigarrenhersteller Michael Cusano („Cusano“ und „Cuvee“), Heather Philips („Heavenly“) und Dr. Garo Bouldoukian („Garo“) persönlich aus Amerika eingeladen. Somit konnte der Fachhandel nicht nur eine eindrucksvolle Präsentation erleben und die Produkte genießen, man konnte mit den jeweiligen Machern auch ganz persönlich über die Produkte fachsimpeln."
Der Auftritt war stilvoll und den Prokukten angemessen. Ein rundum offener Stand. Wer sich da brilliant präsentierte war auch gleich sehr deutlich wahrzunehmen und zu erkennen: Groß und hell das Logo von Paul BUGGE über dem Stand.
Bravo, ein Einzelhändler zeigt der Branche wie man sich bei einer Messe präsentieren kann!!!
Dabei zeigt er Kompetenz in den Möglichkeiten des Marktes an:
Tolle Produkte für diejenigen Händler die schon verstanden haben ihre gewinbringende Nische zu finden, oder solche die in der Atmosphäre bei Bugge, Geschmack daran fanden. Sowas ist für mich belebend!!!
Und:Ein sehr spannendes Sortiment mit Tiefgang in Puncto Qualität!
Stimmung Frohsinn Umsatz
Außer das seine Zigarren hervorragend munden, hat der Mann mir schon meinen Kopf eingerenkt. Das will was heißen!!!
Danke sehr dafür aus Ricciland!
Da war auch am Sonntag noch was zu tun. Der Stand von Bugge war eine echte Bereichung für das Zigarrenangebot auf der Messe.
Der Beste der Besten ist wohl aus einer der angesagten Patrizierstädte und hat Köln für die Patrizier zurückerobert. Aber das macht ja gar nichts, weil er ja schon kundtat, er regelt die Wahrheit nach seiner Weise.
Hat dem Mann mal einer gesagt, dass die 70ziger seit 30 Jahren vorbei sind?
Die Zünfte sind immer noch ganz zünftig in Köln und der Eintrag bei den Patriziern in Wikipedia bliebt unverändert stehen. Von wegen Wahrheit nach eigener Weise, das geht wunderbar im Kanerval und im Rheinland kommt das bestimmt auch an.
Ja dann!