Jetzt gilt es ernst: Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen
Gestern hat die Herbstsession des Schweizer Parlaments begonnen. Auf der Traktandenliste der grossen und kleinen Kammer steht in den nächsten Tagen unter anderem die Beratung über das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauch (Gesetzestext im .pdf-Format). Die Folgen einer Annahme des Gesetzes wären drastisch: Faktisch würde der Tabak aus allen nichtprivaten Räumen verbannt.
Wie ist es zu diesem Gesetz gekommen? Ursprünglich geht das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauch (BGSP) auf eine Initiative von Nationalrat Felix Gutzwiller aus dem Jahr 2004 zurück. Die Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit im National- und Ständerat stimmten der Initiative in der Folge zu. Im Oktober 2005 begann eine Subkommission mit der Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs. Der ursprüngliche Plan, den Schutz vor dem Passivrauch über das Arbeitsgesetz zu regeln, wurde später zugunsten einer Regelung über ein Spezialgesetz aufgeben, weil verschiedene Betriebsformen dem Arbeitsgesetz nicht unterstellt sind (Landwirtschaftsbetriebe, Familienbetriebe). Der jetzt vorliegende Entwurf umfasst alle geschlossenen Räume, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplätze dienen (Art. 1 Abs. 1 BGSP), insbesondere gastgewerbliche Betriebe, unabhängig von kantonalen Bewilligungserfordernissen (Art. 1 Abs. 2 BGSP).
Der Entwurf, dem der Bundesrat zugestimmt hat, erlaubt das Einrichten von abgetrennten Raucherräumern, sofern sie besonders gekennzeichnet und mit ausreichender Belüftung versehen sind (Art. 2 Abs. 2 BGSP). Nicht erlaubt ist in diesen Fumoirs gemäss dem Entwurf eine Bedienung («Raucherräumen, in denen keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden»). Das Gesetz sieht keine Ausnahmen vor. Betroffen sind nicht nur reguläre Gastronomiebetriebe, sondern auch Smoker-Lounges und Tabakfachgeschäfte, in welchen man bisher rauchen durfte. Auch Events rund um den Zigarren-Genuss können bei einer engen Auslegung des Gesetzes in geschlossenen Räumen nicht mehr durchgeführt werden. Ob das der Zigarren-Branche wirklich bewusst ist?
Eine Minderheit der Kommission, welche den Gesetzesentwurf erarbeitet hat, wird dem Parlament zwei Abänderungsanträge stellen: Erstens soll es weiterhin erlaubt sein, Gäste in abgetrennten Raucherräumen zu bedienen. Zweitens sollen auch in Zukunft Betriebe mit einer Bewilligung als Raucherbetriebe geführt werden dürfen. Eine Bewilligung soll dann erteilt werden, wenn der Betreiber den Nachweis erbringen kann, dass eine Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumen nicht möglich oder unzumutbar wäre (Art. 2a BGSP) – zum Beispiel weil der Betrieb auf die Bewirtung von Zigarren-Geniessern ausgerichtet ist.
Ob die beiden Abänderungsanträge Erfolg haben werden, ist ungewiss. Nur die Parteien SVP und LPS haben sich gegen den Gesetzesentwurf ausgesprochen. Die Verabschiedung des Gesetzes ist wahrscheinlich.






Kommentare
Unbediente Raucherräume sind ungemütliche Wartesäle für Zigarettenraucher. Hier werden die Raucher rumstehen, ihre Zigis qualmen und telefonieren. Einen solchen Raum für süchtige Zigarettenraucher werde ich mit meiner Zigarre sicher nicht aufsuchen!
Ich denke, die zwei Abänderungsanträge einer Minderheit der Kommission entsprechen dem gesunden Menschenverstand. Bleibt zu hoffen, dass dies auch ein paar Mitglieder von Mitte- und Linksparteien so sehen.
Stimmung Frohsinn Zigarrengenuss!!!
Übrigens: Die ersten Wirte sind in Bayern auf die Straße zum demonstrieren...heidigai, die Bayärn wern ach noch wild, un isch mach mich ab nach DORTMUND zur Intertabak!!!
Stimmung Frohsinn Umsatz
Auf zur Noche de Habano in eine Zeche!
Gruß aus Ricciland!
Den Lebenszusammnenhang von dem Thema ist also in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Spanien von den Herrschaften der Politik erkannt worden. Genau auf die Thematik kommt es jetzt an. Da ist noch genügend Acker übrig für Journalisten und unsere fürsorglichen Politiker in allen Bundesländern, bitte sehr:
Ricci Riegelhuth Says:
Oktober 25th, 2007 at 11:12 vormittags
Es geht bei dem Thema um Lebenszusammenhänge und Lebenszusammenhalt. Gestern ging durchs Radio in Psychiatrischen Anstalten gibt es ein Problem mit dem Rauchverbot. Da tauchte dann ein oder zweimal dieser Begriff auf. Also dort scheint es dann kurioser Weise einen Zusammenhang zu geben, den den Alltag der Menschen dort so stört, das dieses Verbot auch hier eine Ausnahme findet.
Klar gestellt bestand nie eine Zusammenhang zwischen Krankenhaus, Schule und sonstigen öffentlichen Gebäuden oder Einrichtungen. Deshalb ist das Rauchverbot auch zeitgemäß.
Wenn wir die Kultur der Kneipengänger zerstören wollen, geht auch ein ganz wichtiger Teil unsere Art zu leben über die Wupper.
Es gibt einen virulenten Lebenszusammenhalt und der läuft hier in diesem Land über den Kommunikationtreff Kneipe. Dort werden übrigens Produkte goutiert die alle legal sind. Wenn jetzt ein ganzes Land zuschaut wie wie die Lebensumstände mir nichts, dir nichts, mit reichlich ungehöriger Häme entledigt werden, sollten sich diejenigen, die das nicht OK finden, schnell gesammelt konzentrieren und auch gar nicht lange rummachen.
Was ja am Samstag geschieht in Frankfurt, somit ist ein Anfang gemacht und ich kann nur sagen, von meiner Info durch die Gespräche am und im Kiosk: Es geht jetzt darum sehr vehement auf den Lebenzusammenhang von Kneipe und menschlicher Kommunikation hinzuweisen!
Ansonsten wollen die Politiker doch nicht, das wir als Wähler Warnhinweise auf den Wahlzettel fordern:
“Zu Risiken und Nebenwirkungen Ihrer politischen Entscheidungen lesen Sie Ihren Steuerbescheid und fragen Sie arbeitslose Arbeitnehmer oder in den Bankrott getriebene Unternehmer.” Oder, etwa, ganz böse, böse den Wahlzettel mit genau dieser Notiz zu versehen, wenn die Aufkleber nicht durch unseren ach so fürsorglichen Staat neu bedruckt wurden.
Wenn von den Rauchern in unseren Land das nur jeder Zweite macht, redet hier keiner mehr von einer Minderheit und den WIRTEN wird in der Zukunft wieder MEHR RESPEKT gezollt.
Wer hat das eben gerade geschrieben:
Der Sohn eines Wirtes!
Klaus “Ricci” Riegelhuth
kneipenraucher blog
Nichtraucherverein "Pro Rauchfrei" veröffentlich soeben die Sensation in Bayern:
Totales Rauchverbot in der Gastronomie und auf der Wies'n
Vorsitzender Siggi Ermer feiert die Entscheidung in Bayern als großen Sieg
Hier die Meldung von „Pro Rauchfrei“: Sensationell aber auch konsequent ist die Entscheidung der CSU vom 24.Oktober, ein totales Rauchverbot für die gesamte Gastronomie, einschließlich von Festzelten, zu verhängen. Damit erfüllt Bayern als erstes und einziges Bundesland die (ewige) Forderung von Pro Rauchfrei, die Deutschlands größter Nichtraucherverband zusammen mit der Bay. Krebsgesellschaft nochmals im Frühjahr 2007 im Rahmen eines Treffens mit den Fachleuten des Bayerische Gesundheitsministeriums bekräftigt hatte. Dieser Forderung hat sich auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband angeschlossen.
Bis auf nur 5 Abgeordnete stimmte die gesamte Fraktion für ein Verbot von Raucherzimmern in den Gaststätten. Eine klare Mehrheit von rund zwei Drittel stimmte bei der heutigen Fraktionssitzung auch für rauchfreie Bierzelte. Kommentar des ehemalige Justizminister Alfred Sauter: "Es hat sich ausgeraucht".
Erst gestern hatte der Vorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer, bei einer Live-Diskussion im Hessischen Fernsehen ("Stadtgespräch"), die Proteste der Kneipenwirte zurückgewiesen und den Wirten empfohlen sich von der reaktionären Haltung der Führungsclique des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) loszusagen und für ein einheitliches und totales Rauchverbot in der gesamten Gastronomie auf die Straße zu gehen.
Bei Pro Rauchfrei knallten heute in München und Erlangen die Sektkorken: „Mit dem Schritt Bayerns kommen alle anderen Länder nun in Zugzwang. Damit ist ein Dominoeffekt entstanden, der nicht mehr zu bremsen ist“, so Siegfried Ermer, Vorstandsvorsitzender zur Presse. Damit habe Bayern Geschichte im Nichtraucherschutz geschrieben und Pro Rauchfrei ist stolz an entscheidender Stelle (Gespräche mit der Politik, dem BHG und durch eine große Mailaktion) dazu beigetragen zu haben. Pro Rauchfrei sagt Danke!
Soweit die Nachricht des Nichtrauchervereins.
Doch wer hält seitens der Branchenvertretungen tatsächlich gegen die diesen immer größeren Druck? Einheitliche Aktionen mit erkennbarem Nutzen, das wünschen sich die betroffenen Handelspartner und die Endverbraucher. Wenn nicht endlich erkannt wird, dass ein gemeinsamer öffentlichkeitswirksamer Gegenpol geschaffen werden muss, dann wird Ermer noch öfter mit Frau Bätzing, Herrn Florenz, Herrn Lauterbach und Frau Dr. Schipanski die Korken knallen lassen. Vielleicht wird er dann zum Trinker
eben erreichte mich Deine frustrierte Mail, dass Du nun die Nase voll hast und dich im Kampf gegen die Tabac-Taliban zurückziehen willst.
kann ich das so verstehen, dass Du Dich vom Bloggen verabschiedest, weil die Jungs aus der Branche nicht reagieren oder war das ein Hinweis an uns, dass Du Dich allein auf weiter Flur fühlst und von uns nichts kommt?
Ich weiß, dass das Deine Herzensangelegenheit ist. Ich für meinen Teil kann aber nur sagen, dass ich zur Zeit überhaupt nicht dazu komme, etwas zu schreiben, da ich jeden Tag für das Wohl meiner Familie kämpfen muss. Wahrscheinlich setzen unsere Politiker gerade darauf.
Das Entschleunigen ist heute kaum noch machbar und wir alle nehmen diesen Mist eigentlich nur noch zur Kenntnis!
Das Einzige, was ich machen kann, ist jeden Tag rauchen, bis zum Umfallen - bis mir jemand das im Büro verbietet (was wahrscheinlich nicht so schnell kommen wird).
Ich kann Deine Frustration verstehen, zumal es hierbei auch um Deine Existenz (und eigentlich auch die der anderen) geht. Was glaubst Du, können wir gegen diese Ignoranz tun? Oder ist es bereits zu spät?
Es stinkt mir sehr, so etwas von Dir zu lesen, weil ich weiß, dass Du nicht so bist! Mir ist aber auch klar, dass nach einer so langen Zeit irgend wann einmal Schluss ist! Ich würde so gerne in die Bresche springen, auch wenn man sich dabei wie Don Quichotte fühlt.
Offensichtlich ist es das Ziel unserer Politiker, einen Staat nach dem Muster der DDR zu bauen. Nur der Staat weiß, was für seine Bürger gut ist und nur der entrechtete Bürger ist ein guter Bürger. Man vertraut darauf, dass jeder der raucht genau weiß, dass er etwas "schlechtes" tut und sich deshalb nicht wehrt. Die Frage ist jedoch die, wohin das alles führen soll!
Als nächstes verbieten wir den Alkohol, das Internet, das Telefonieren mit dem Handy, freie Gedanken und die Erziehung der eigenen Kinder durch die Eltern (weil nur der Staat genau weiß, wie man Kinder zu guten Bürgern erzieht) - ach ja: da Sex eine so fürchterliche Gefahr für die Gesundheit darstellt, werden wir ab 2010 nur noch künstlich befruchten!
In Europa ist die Streitkultur verloren gegangen und niemand traut sich wirklich mehr, die Wahrheit auszusprechen! Es könnte ja sein, dass er die Rechte anderer verletzt oder der Staat ihn zum Terroristen erklärt, weil er die Allgemeinheit mit Wahrheit verunsichert.
Ich kann Dich gut verstehen! In einem Land, in dem man dazu erzogen wurde, bei allem, was man tut an die Geschichte zu denken und in dem es für die Jugend "geiler" ist, ein neues Handy oder MP3-Player zu kaufen, als sich für die Allgemeinheit zu engagieren oder über die Bevormundung durch den Staat nachzudenken und dagegen zu demonstrieren, ist George Orwells 1984 Wirklichkeit geworden (danke auch an die Herren Schäuble und Schily).
Auswandern kommt einem immer wieder in den Sinn...wohin ist jedoch die Frage! In Europa und den USA hat sich diese perfide Entrechtung der Bevölkerung zu einem wahren System der Gleichmachung entwickelt - von wegen ...land of the free..., das war einmal.
Walt Whitman schrieb: "Im Wald zwei Wege boten sich mir dar und ich nahm denjenigen der weniger betreten war und das veränderte mein Leben!"
Ich kann nur Dich und alle Mitstreiter dazu aufrufen, diesen Weg zu beschreiten, um unser aller Leben zu verändern. Dir möchte ich zurufen: "BLEIB DRAN, WIR BRAUCHEN DICH UND WERDEN DICH UNTERSTÜTZEN!"
Herzlichst, Dein Don Gulasch, Alias Andreas Schmidt (oder andersrum? wer weiß das schon)
mir fehlen die Worte...
Ich dachte wenigstens die Hardliner der CSU hätten noch Eier in der Hose, aber weit gefehlt, sie wollen, wie Andreas das richtig erkannt hat, aus unserem langsam zur Bananenrepublik gewordenen, einst blühenden Land eine DDR des neuen Jahrtausends machen...
Und das schlimme ist, alle schauen zu und nicken nur ab... Die meisten kapieren nicht, das es hier nicht ums Rauchen geht... Es geht um unsere Zukunft, frei zu leben und leben zu lassen...
Bald heisst es: Gute Nacht Deutschland und Europa...
Amerika hat Bush, wer kommt bald in unserem vereinigten Europa an die Macht... Oh je...
Rici, lass uns nicht auch zu Hosenscheissern und Eierlosen Bürgern werden!
Dein Freund Rainer
Cigar Blog auf einen abgeguggte Schwabenart seviert werden sollte.
Andreas, immär logär bleiwe, gelle