Rauchverbot in der Gastronomie
Der Nachschlag-Videoblog von Restaurant-kritik.de hat sich kürzlich in einem schönen Beitrag mit dem Thema Rauchverbot in der Gastronomie beschäftigt.
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das Frauenhoferinstitut hat für den Bund eine Studie über Passivrauchen erstellt. Findet man auf ihrer Website. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht das Nicotin oder sonstige giftige Stoffe das Hauptproblem sind, sondern die 14pm-Teilchen, also die Teilchen im Rauch, die grösser als 14 Pikometer(10^-12 Meter) sind. Diese entstehen vor allem während dem Glimmen, also, wenn man grad nicht dran zieht und das macht 70% der Zigarette aus, bei der Zigarre noch mehr. Deshalb ist die Schadstoffbelastung beim Passivraucher nebendran fast genau gleich gross wie beim Raucher. Diese grossen Russteilchen (14pm) verursachen Asthma und Lungenkrebs, etc.
Im Strassenverkehr enstehen diese Teilchen auch. Der Bund hat Grenzwerte eingeführt, den unteren für gesundheitsschädlich mit öffentlicher Warnung und den höheren (doppelt so hoch) für generelles Strassenverkehrsverbot.
Wenn jetzt drei Personen in einem Auto sitzen und einer raucht vorne 3 Zigaretten in einer halben Stunde, dann misst der Sensor vorne das mehr als 9fache des doppelten Grenzwertes und hinten noch mehr, wegen der Trägheit der Teilchen. 90% aller 14pm-Teilchen denen wir im Alltag ausgesetzt sind kommen vom Rauchen, der grösste Teil aus geschlossenen Räumen.
Wenn also zehn geübte Zigarrenraucher an zehn Luftmessstationen im Strassenverkehr bei den Sensoren Rauchen würden, würde der Verkehr, mit grosser Wahrscheinlichkeit, für eine Woche lang verboten werden.
Ich rauche seit 15 Jahren. Ich finde das Verbot völlig in Ordnung. Und, ich Rauche sowieso am liebsten beim spazieren, heute eine Magnum50.
Was mein Ihr? und zu der Studie?
"Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt; sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird."
Goethe, Maximen und Reflexionen
Ansonsten haben Pathologen erklärt, dass sich die Lunge eines rund siebzigjährigen Großstadtbewohners, der nicht raucht und keinen Tumor hat, im Grad der Schwärzung nicht von einer Raucherlunge unterscheiden lässt.
Schuld daran sind die STAUB- und Schadstoffpartikel, die durch die gewöhnliche Atemluft aufgenommen werden.
So, dass Auto können wir nun wirklich nicht abschaffen, dafür entvölkern wir am besten die Städte und ziehen aufs Land.
Und Herr Lafontaine macht uns danach alle glücklich, denn, gesund sind wir wegen der guten Landluft, in diesem Fall, ja sowieso.
Wenn es dann geschafft ist, alle Raucher sind endlich in die anvisierte Ächtung gesetzt, können wir uns auch wieder dem Thema "Tabak&Medizin" zuwenden:
"Nikotin könnte bald rehabilitiert werden als Medikament gegen Schizophrenie, Alzheimer und Parkinson. Die Forschung hat gezeigt, dass die Chemikaliebei an Patienten wirkt, die an psychiatrischen Erkrankungen leiden"
Observer, 18. Juli 2004
Was fällt mir jetzt noch ein?
Ach ja, nochmal was vom Anfang und dann gute Nacht:
"Wenn ich eine Meinung eines anderen anhören soll, so muß sie positiv ausgesprochen werden; Problematisches habe ich in mir selbst genug."
Derselbe, ebenda
Ich will diese Angelegenheit aber in einen etwas weiteren Rahmen stellen...:
Was mich - als Nichtraucher! - stört, ist diese Bevormundung und Entmündigung durch einen überbordenden Staat, der, weil seine Bürokraten nicht mit Geld effizient umzugehen gelernt haben, die Raucher (Autofahrer, Fernsehzuschauer, Nicht-Sportler, Fleischesser, ...) mit Vorschriften endmündigen und uns so zu charakter- und unterschiedlosen NICHTMENSCHEN machen.
Statt uns die Verantwortung für unser Leben selbst zu überlassen, berauben sie uns dieser.
Statt zu sagen: "Versichert euch privat gegen die Unbilden des Lebens und gegen die Dinge, die ihr anders macht, als der Durchschnitt", verbieten sie es ALLEN. Diese Art des Egalitarismus, der Gleichmacherei führt noch dazu, dass wir alle immer verpflichet werden, die Fonds zu kaufen (bei Versicherungen ist es ja schon weitgehend so) zu kaufen, die der Staat uns vorschreibt, das Auto zu fahren, die Zeitung zu lesen, die Energie zu nutzen, die usn vorgegeben wird
Unterschiede, wie Rauchen, wie aber auch härter arbeiten, um mehr zu verdienen, intelligenter zu sein, ... werden durch Regeln und Vorschriften egalisiert.
Wir werden so zu willen- und antrieblosen tierähnlichen Wesen.
Sch..lecht, das Ganze
Es wird Zeit sich um geistige Alternativen zu kümmern.
Damit weniger gelabert wird.
Das Ziel deutet auf etwas hin, was eigentlich Geschichte war:
Den Untertan, diesmal in der emanzipierten, Europäischen Form anstatt Preussisch-Deutsch.
die Wirklichkeit erkennen kann:
"... wir finden im menschlichen Herzen auch einen verderbten Gleichheitstrieb, der bewirkt, daß die Schwachen die Starken zu sich herunterziehen wollen und daß die Menschen die Gleichheit in der Knechtschaft der Ungleichheit in der Freiheit vorziehen."
Alexis de Tocqueville
Zigarre rauchen und in interessanten Webites stöbern, das war gestern Abend ein gefälliger Zeitvertreib. Vieles auf der Website "Mehr Freiheit" ist so herrlich politisch Unkorrekt und doch zutreffend.
Beste Grüße ins Heidiland!
Festzelt in der Kneipe
http://blog.trouper.de/blog.cgi?id=6