Manifest für die Zigarrenkultur
Lobbing, Kampfschriften, Bürgerproteste und Montagsdemonstrationen für den Erhalt der Rauchkultur - wer hätte vor ein paar Jahren an eine solche Entwicklung gedacht? Zögerlich beginnen sich jetzt auch die betroffenen Akture der Zigarren-Branche zu wehren. Der deutsche Bundesverband der Zigarrenindustrie meldet sich mit dem neuen Internetportal www.zigarrenplattform.de zu Wort.
Kern der Seite ist ein Manifest für die Zigarrenkultur: Lebensart verbindet, keine Bevormundung, Dialog statt Verbot und Zigarrengeniesser sind mündige Bürger. Via Formular kann man seine Sympathie zu diesen Statements bekunden.
Am Rande bemerkt: Wenn man das Design der Seite betrachtet, wird man den Verdacht nicht los, dass ungefragt auch unser Zigarren-Shop als Inspirationsquelle zum Projekt beigetragen haben könnte.







Kommentare
Zur Bemerkung am Rande:
Die Darstellungsweise ist das Eingeständnis der eigenen Unzulänglichkeit. Das schärfste daran ist die Borniertheit, daß dieser "handgreifliche" Ideenklau niemand sofort in Auge springt! Für medientechnische Wahrnehmung fehlt im Vorstand jegliches Händchen oder Gefühl. Woher auch, man schaut vor lauter Not in die Schweiz und kopiert die Ideen eine Jung-Unternehmers im Studium. Das macht hier kein Verein, nein, eine Interessenverband der Deutschen Wirtschaft.
Auf der Messe haben die Herren am Stand vorzuweise Cigarillos gepafft.
Der Spiegel Artikel war letztes Jahr im July; über ein Jahr später, gibt es dann endlich eine Plattform. Müssen wir das erst nehmen?
Ach und wo sitzt der Verband immer noch? Richtig, in Bonn, da ist es so schön ruhig, deswegen ja.
Ein schönes Wochenende im Herbst
und gute Geschäfte in Estenfeld/Würzburg
Ob die Herren im Vorstand den Input des Artikels hinter dem Link überhaupt erahnen?
"Ein Skandal im Tabakwarenfachhandel. Harald Sommer, Chef dreier historisch gewachsener Münchener Fachgeschäfte, waren heute Vormittag außer sich. In seinem Geschäft in der Landsberger Strasse waren die Scheiben der Ladenfassade zerschlagen, Bruch und Scherben lagen vor ihm und seinen Mitarbeitern am frühen Montagmorgen.
Sommer hatte sich in den letzten Tagen mehrheitlich und öffentlich dazu bekannt, das heutige, friedliche „Smoke-In“ vor dem bayerischen Landtag zu unterstützen und sich dem „Raucher-Treff“ vor dem Maximilianeum auch persönlich anzuschließen."
Das passiert auch nur deshalb weil eine gesamte Branche nicht für ihr Produkt und seine Händlerschaft eintritt.
Wegschauen und Abducken ist auch hier Programm.
Alles Verbandtechnokraten und sonst nichts.
Die quittung bekommt der Händler in Form von eingeschmissenen Fensterscheiben.
Die Aktion vor dem Bayrischen Landtag ist auf jeden Fall richitg gewesen.