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«Die Revolution liegt im Sterben»

Das St. Galler Tagblatt schreibt heute über die Sorgen und Hoffnungen der Kubaner und über die politischen Perspektiven des Landes («Die Revolution liegt im Sterben»):

(..) Angekommen im Vorort Alamar präsentiert sich ein skurriles Bild. Marode Plattenbauten wie einst im düsteren Ostblock – hier aber stehen sie an der Karibikküste. Sonnenschein, blauer Himmel, sommerliche Temperaturen und Palmen lassen im Durchschnitts-Europäer Feriengefühle aufkommen. Selbst Wissenschafter kommen denn auch regelmässig zum simplen Schluss, dass das tropische Klima ein Hauptgrund dafür sei, warum das kubanische Regime nach fast 50 Jahren noch immer an der Macht ist – wenngleich der Sozialismus auch hier grösstenteils versagt hat. Bei 30 Grad und unter Palmen in Havanna aber lassen sich Entbehrungen eben wesentlich leichter ertragen als in sibirischer Kälte in einem nicht isolierten Mehrfamilienhaus mit stets defekter Heizung in Nowosibirsk.

Weekend-Kuba-Serie: Fruchtiges

Früchtestand in Pinar

Kubanischer Früchteverkäufer

Weekend-Kuba-Serie: Pinar del Río

Pinar del Río ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ganz im Westen von Kuba. Wir haben die «Stadt der Säulen» auf unserer Rückreise nach Havanna besichtigt - und auch Zeit für den Genuss einer Havanna mit Pina Colada gefunden. Herrliche Erinnerungen..

Stadt der Säulen

Öffentliche Verkehrsmittel in Kuba

Kubanisches Militär

Havanna und Pina Colada

Pinar del Rio

Mehr Lohn für mehr Leistung

Kuba verabschiedet sich von staatlich festgesetzen Löhnen, wie die New York Times berichtet:

Cuba is revamping the state wage system to create more incentive by allowing workers to earn as much as they can, local media said, the latest sign that President Raúl Castro wants to improve the country’s economic performance.

Weekend-Kuba-Serie: Partagas Real Fabrica de Tabacos

Partagas-Fabrik

Partagas

News aus Kuba

Neue Tabaksorten haben in Kuba zu höheren Erträgen geführt (Quelle: Prensa Latina, via Cigar Wiki):

The introduction of new disease-resistant tobacco varieties and more extensive areas under irrigation areas are some of the measures Cuba is currently applying to increase tobacco production.

In Zukunft sollen die Tabakbauern bis zu 50 Prozent höhere Entschädigungen für ihren Tabak erhalten. TabaCuba, in Kuba zuständig für die Planung und Verwaltung des Tabakanbaus, erhofft sich dadurch eine weitere Steigerung der Tabak-Produktion.

Die NZZ berichtet über eine weitere Reform der Regierung Raúl Castro (Kubaner dürfen in Touristen-Hotels):

Der kubanische Staatschef Raúl Castro ist offenbar gewillt, seinen Landsleuten mehr Freiheiten zu gewähren: Ab sofort ist es den Kubanern erlaubt, Hotels zu besuchen, die bislang ausländischen Touristen vorbehaltenen waren.

 

Zwei Schritte vorwärts, ein Schritt zurück

Der neue kubanische Präsident Raúl Castro legt ein beachtliches Reform-Tempo vor. Nach Einführung von marktwirtschaftlichen Elementen für die Bauern verkündete die kubanische Regierung Anfang Woche die Aufhebung von Beschränkungen für den Verkauf von Fernsehern und Computern.

«Kuba erlaubt Handy-Besitz für Normalbürger» meldet jetzt gerade die Basler Zeitung:

Der Besitz eines Handys soll auf Kuba künftig nicht mehr das Privileg ranghoher Beamter und Mitarbeiter ausländischer Firmen sein. Die Regierung von Präsident Raul Castro hob am Freitag entsprechende Beschränkungen auf und ordnete an, dass jeder Kubaner ein Handy besitzen darf - wenn er es sich leisten kann.

Ebenfalls diese Woche hat die Regierung Kubas aber auch den vielbeachteten kubanischen Blog «Generacion Y» zensuriert. Die Meldung dazu gibt es bei The Inquirer.

«Nur an Zigarren herrscht in diesem Land kein Mangel»

In der Reportage «Ein rauchendes Fest» blickt die Frankfurter Rundschau heute noch einmal auf das Habanos Festival zurück. Die Autorin, vermutlich Nichtraucherin, berichtet unverklärt, mit einer erfrischenden Distanz. Ein Auszug:

(..) Nach kurzem Schlaf trifft sich die Weltgemeinschaft wieder. Ein Besuch der Altstadt steht auf dem Programm, genauer gesagt die Casa de Habanos, die Reynaldo Gonzáles Jiménez gehört. Der unscheinbare Mann gilt als Zigarren-Papst. Zu Reynaldo, wie ihn alle nur nennen, gelangt man durch einen grünen Innenhof, sehr idyllisch, doch das Herzstück des Anwesens ist ein verräucherter Raum mit tiefen Decken, der an einen englischen Gentleman-Club erinnert.

Als Nichtraucher kann man nur laut hustend die Flucht ergreifen. Born aber lässt sich in einen tiefen Ledersessel fallen und lauscht andächtig dem Meister. Reynaldo ist ja auch ein Unikum. Hat ursprünglich mal Tiermedizin studiert, aber weil er irgendwann merkte, dass er doch nicht auf dem Land praktizieren will, hat er sich in den Tabakfabriken das Zigarren-Handwerk beibringen lassen. Heute verkauft er Preziosen aus den besten Fabriken und Eigenkreationen. Extrem erfolgreich. Man darf ihn bloß nicht fragen, wie er es geschafft hat, dass diese florierende Privatwirtschaft vom Staat geduldet wird. So beredt der kleine Mann sonst ist, da schweigt er.

Weekend-Kuba-Serie: Hasta la Victoria Siempre!

Hasta la Victoria Siempre

Revolutionsparole über dem Hauptplatz von Camagüey. Dem Kampf zwischen Gesundheitswächtern und Rauchern widmet sich heute Abend die Radiosendung Input («Raucher - Die neuen Schmuddelkinder», 20.00 - 21.00 Uhr, DRS 3). Frohe Ostern!

Mehr Markt für Kubas Bauern

Der Regierungswechsel in Kuba hat erste Folgen. Laut BBC («Cuba lifts farmers' supplies ban») dürfen die Bauern neu selbständig Saatgut und Düngemittel einkaufen. Bisher wurden die Produktionsmittel durch eine zentrale Stelle zugeteilt. Die Reform soll Kubas Abhängigkeit von Nahrungsmittel-Importen reduzieren.


Mehr Markt für Kubas Bauern

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