Post aus Gstaad

Im letzten Türchen unseres diesjährigen Premium-Adventskalenders haben wir einen Aufenthalt im Bernerhof Gstaad inklusive einem Winter-Smoke-Arrangement verlost. Die Gewinner haben ihren Preis inzwischen eingelöst. Heute erreichte mich eine tolle Dankeskarte mit Impressionen von ihrem Aufenthalt in Gstaad - herzlichen Dank!
Avo Limited Edition 2012
Davidoff lädt seine neuen Depositäre jedes Jahr zu einem Besuch der Davidoff-Manufaktur in der Dominikanischen Republik ein. Dieses Jahr hatten Andi Stachl und Maggy Wandeler vom La Corona das Vergnügen. Von ihrer Reise haben sie mir eine frisch gerollte Avo Limited Edition 2012 mitgebracht. Nach den Ligero-lastigen Blends der vergangenen Jahre setzt Avo für die neue Limited Edition wieder einmal auf eine traditionelle Mischung. Der Geschmack erinnert mit seinen pfeffrigen Noten an die Serien XO und Domaine.
Cigars: The Heart and Soul of Cuba
James Suckling hat sich als langjähriger Europa-Chefredaktor des Magazins «Cigar Aficionado» einen Namen gemacht. Vor einem Jahr verliess Suckling das Magazin und widmet sich seither eigenen Projekten. Dazu gehört auch der vor kurzem fertiggestellte Dokumentarfilm «Cigars: The Heart and Soul of Cuba».
In «Cigars: The Heart and Soul of Cuba» geht James Suckling der Frage nach, was genau die Havanna zur besten Zigarre der Welt macht. Gezeigt werden Plantagen, Verarbeitungsbetriebe und Zigarrenmanufakturen. Suckling besucht einfache Leute und spricht mit der kubanischen Zigarrenprominenz.
Erfahrene Aficionados erfahren im englischsprachigen Film mit einer Laufzeit von gut 50 Minuten wenig Überraschendes, werden aber von den wunderschönen Bilder gut unterhalten. Für Einsteiger bietet die Dokumentation einen perfekten Einstieg in die Habanos-Welt.
«Cigars: The Heart and Soul of Cuba» ist mit dem Segen von Habanos SA entstanden und wird im Rahmen des nächsten Festival del Habano offiziell aufgeführt (Freitag 2. März 11:30 – 12:30 Uhr). Erwerben kann man den Film entweder als Webstream auf www.heartandsoulofcuba.com oder als DVD bei uns im Shop.
Grüsse vom Roten Platz
Ein Cigar-Blog-Leser schickt uns diese virtuelle Postkarte aus Moskau. Herzlichen Dank und weiterhin schöne Ferien!
Impressionen vom Partagás-Festival
Ein Dinner am Dienstag im Hotel Havana Libre eröffnete das offizielle Festivalprogramm. Zum Essen wurden verschiedene Zigarren gereicht, die speziell für das Festival gerollt wurden. Darunter eine Partagás im Format Laguito No. 1. Der «Längste-Asche-in-fünf-Minuten»-Wettbewerb sorgte im Nachgang für einige Diskussionen, weil der Sieger sein Zigarre offenbar mit einem nicht regelkonformen 3-Flammen-Jet-Feuerzeug entzündet hatte.
Am nächsten Morgen folgte ein organisierter «Day on the Beach». Die Organisation umfasst insbesondere einen zuverlässigen Zigarrennachschub, was allseits sehr geschätzt wurde. An Rum mangelte es ebenfalls nicht. Der Tag nahm ein fröhliches Ende. Auf den Besuch der Countryside am Donnerstag verzichteten wir, weil wir zuvor schon auf eigene Faust durch Pinar del Rio gereist waren. Wir nutzten unsere Zeit stattdessen für einen Besuch in der El Laguito-Fabrik und durften dort die aktuelle Behike-Produktion miterleben.
Abgeschlossen wird auch das Partagás-Festival jeweils mit einem Galadinner. Die Versteigerung von wertvollen Humidoren brachte einen Erlös von 38'000 CUC zugunsten des kubanischen Gesundheitssystems. Als Höhepunkt des Abends erlebten wir die «Tropicana»-Show, wo das Galadinner dieses Jahr stattfand.
Zwischen Beach und Dinners haben wir bei Reynaldo in der Conde de Villanueva Zigarren geraucht, im Garten des Hotel Nacional, auf dem Malecón und überall, wo wir Lust hatten. Wir haben den Co-Präsidenten von Habanos S.A. getroffen und wurden vom Schweizer Botschafter empfangen. Eine Woche im Zigarren-Himmel.




Eine Havanna aus einer anderen Zeit
Ramón Allones hat für die diesjährige Edición Limitada das alte Format Allones Extra neu aufgelegt, das bis in die 1970er Jahre gefertigt wurden. Die besondere weiss-grüne Bauchbinde ist dem historischen Original nachempfunden. Das wahre Highlight ist aber der Geschmack, denn auch mit der Mischung lässt Ramón Allones alte Zeiten wiederaufleben. Kaum eine andere Zigarre aus dem aktuellen Habanos-Sortiment entwickelt so viel Kraft wie dieses schlanke Corona-Format. Ob Ramon Allónes damit tatsächlich den sagenumwobenen «alten Havanna-Geschmack» getroffen hat, kann ich mangels Erfahrung nur schwer beurteilen, aber etwa so stelle ich mir diesen Geschmack vor. Die Retro-Zigarren-Idee gefällt mir sehr gut, Ramón Allones hat sie ausserdem perfekt umgesetzt.
Nicht-Kubaner holen auf
Es kommt vor, dass über den «alten» Havanna-Geschmack gesprochen wird und Geniesser bedauern, dass dieser in den letzten Jahren oder Jahrzehnten verloren gegangen sei. In dieser Diskussion bin ich nur Zuhörer, weil meine eigene Havanna-Erfahrung erst zehn Jahre zurück reicht. Anders sieht es bei den Zigarren aus, die ausserhalb Kubas gefertigt werden. Daran hat mich die neue Zino Classic «Embassy Selection» 2011 erinnert, die seit ein paar Tagen erhältlich ist. Wie bereits bei der neuen Z-Class von Zino Platinum fällt mir auch bei dieser Robusto-Zigarre der aussergewöhnlich volle Körper auf. Der vollmundige Geschmack dieser Zigarren ist deshalb bemerkenswert, weil es meines Erachtes etwas Vergleichbares ausserhalb Kubas noch vor wenigen Jahren nicht gab.
Es liegt mir fern, das Ende der kubanischen Tabak-Vorherrschaft zu verkünden. Aber ich stelle fest: Die Nicht-Kubaner holen auf.
Eine ganz grosse kleine Havanna
In diesen Tagen jagt ein Höhepunkt den nächsten. Nach dem gestrigen Cohiba-Genuss darf ich heute die neue Partagás Serie D No. 5 degustieren. Die Zigarre kommt nächste Woche in den Handel, ebenso übrigens wie die noch ausstehenden Ediciónes Limitadas von Hoyo de Monterey und Ramon Allones, wie der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak heute gemeldet hat. Für mein Vorab-Exemplar geht mein herzlicher Dank an meinen Kollegen Thomas Portmann, der diese Zigarre im Rahmen eines Zigarrendinners offerieren durfte und mir ein Exemplar reserviert hat.
Die Ausführungen zur Serien-Systematik von Partagás gelten auch für die Serie D No. 5: Die rote Bauchbinde und die Bezeichnung Serie D No. 5 sollen andeuten, dass dieses kleine Format mit der grösseren Serie D No. 4 und der neuen Serie E No. 2 verwandt ist.
Was zählt ist aber alleine der Geschmack, und dieser öffnet dem Geniesser im Falle der Partagás Serie D No. 5 das Herz. Mein Testexemplar wirkt am Gaumen weich und warm und süss und erdig vom Anfang bis zum Schluss. In den letzten Zügen dreht das kleine Format weiter auf, entwickelt würzige Aromen und Pfeffernoten. Eine herrliche Havanna, ganz ohne jugendliche Flausen.













