«Seit ich nicht mehr rauchen kann, will ich auch nicht mehr schreiben»
Der Tagesanzeiger würdigt heute in einem längeren Artikel die Kulturgeschichte des Tabaks. Neben bekannten Zitaten hat der Autor auch viel neue Zitate und Anektoten rund um den Tabak aufgespürt. Ein kleiner Ausschnitt aus «Seit ich nicht mehr rauchen kann, will ich auch nicht mehr schreiben»:
Freud nennt Zigarren seine «Arbeitsmittel». In einer krankheitshalber erzwungenen Rauchpause teilte er 1935 Arnold Zweig mit: «Seitdem ich nicht mehr frei rauchen kann, will ich auch nichts mehr schreiben.» Brecht wollte sein «Episches Theater» in ein «Episches Rauch-Theater» umbenennen, wo geraucht werden durfte, damit dem Zuschauer mehr kritische Distanz zum Geschehen gewährleistet wäre. Als seine unverzichtbaren «Produktionsmittel» hat er einmal Zigarren und Kriminalromane aufgeführt.
Interessant auch die Stelle über die physiologische Wirkung des Tabaks:
Die zwei Wirkungen des Nikotins sind auch physiologisch erforscht: körperliche Entspannung und geistige Anregung. Churchill fühlte sich mit seinem immensen Tabakgenuss «zweihundertprozentig in Form». Rauchen weckt den Geist, verleitet zum Denken und Träumen. Für George Sand, mit deren Name sich die Emanzipationsgeschichte der Frau im 19. Jahrhundert verbindet und die öffentlich Zigarren und Pfeife rauchte, «bevölkerten Zigarren die Einsamkeit mit tausend anmutigen Bildern».












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