Kulturgeschichte des Rauchens
Kaum eine Debatte wird derzeit emotionaler und nicht selten irrationaler geführt als die über den Sinn und die Folgen von Rauchverboten. Daran wollen wir uns hier nicht beteiligen. Lassen wir stattdessen Menschen zu Wort kommen, die die segensreichen Seiten des blauen Dunstes beschworen haben: Dichter, Philosophen und Künstler, die sich auf die eine oder andere Weise mit Situationen beschäftigt haben, die ohne ihre diversen Rauchwaren undenkbar sind.
Der Kölner Stadt-Anzeiger nimmt seine Leser im Artikel «Die Leidenschaft der honetten Leute» auf einen Streifzug durch die Kulturgeschichte des Rauchens mit.
Historisches Mark Twain Cigar Label (Twainquotes.com)
Mit von der Partie sind Thomas Mann, Mark Twain, Carmens Don Jose, die Friedenspfeife der Indianer, Jean Nicot, Sherlock Holmes und Humphrey Bogart, aber auch der Russische Zar Michael Feodoro, der seinen rauchenden Untertanen drohte, die Nase abzuschneiden. Molière beschreib die Vorzüge des Tabaks so:
Nicht nur erfrischt und reinigt er das Gehirn, nein, er leitet sogar die Seele zur Tugend. Aristoteles und die ganze Philosophie mögen sagen, was sie wollen, es gleicht doch nichts dem Tabak. Er ist die Leidenschaft der honetten Leute, und wer ohne Tabak lebt, ist nicht würdig, zu leben.
Eine moderne Interpretation der Tabaklust liefert schliesslich Imre von der Heydt (in Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft):
Weil Rauchen aus Sicht der Lebenserhaltung sinn- und nutzlos ist, erhebt es sich über die Zwänge der Naturgesetze und ermöglicht den vorübergehenden Austritt aus dem Strom kausaler Ketten.













Kommentare
"Was nutzt mir Gesundheit, wenn ich ansonsten ein Idiot bin."
Dafür jetzt und gleich: eh Sigärsche, gelle!