Zum 100-jährigen Firmenjubiläum berichtet heute das Westfahlen Blatt über August Schuster. Ein Auszug aus Familienunternehmen mit 100-jähriger Tradition fühlt sich in Bünde wohl:

Philipp Schuster kann sich noch gut an alte Zeiten erinnern. »Die Zigarrenindustrie ist eine gemütliche Industrie gewesen«, sagt der heute 55-jährige Fabrikant rückblickend. »Es wurde damals noch alles von Hand gemacht und es waren eine Menge Leute beschäftigt, die oft zu Scherzen aufgelegt waren.«

Doch spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg gab's einen Strukturwandel. Maschinen verdrängten teilweise die Handarbeit, gleichzeitig begann das große Fa-brikensterben. Auch die Firma August Schuster kämpfte Ende der 1960er Jahre ums Überleben. Doch ab 1973 ging's wieder bergauf. Zuvor wagten die Schusters einen radikalen Schritt: weg vom Massenmarkt, hin zur Qualitätszigarre. Die ist zwar etwas teurer, aber die Kunden honorieren das.