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Branchennews

Peter Baumann, der mit seinem Unternehmen Baumann Selected Cigars die Marken Casa de Torres, Maria Manchini und Bentley Cigars importiert, hat mich über seine neue Website informiert.

In Basel ist das Unternehmen TI Engelgasse gegründet worden, das sich ganz dem Grauimport von Havannas widmen will. Pikant ist der Hintergrund: Die beiden Inhaber der TI Engelgasse AG sind ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung der Oettinger-Davidoff Tochter Säuberli und dürften den Parallelmarkt genau kennen.

Cohiba-Festival

Heute ein Hinweis auf eine Aktion in unserem Shop: Wir konnten in den letzten Monaten einige Händleraktionen nützen und haben unsere Lager mit verschiedenen Cohiba-Formaten gefüllt. Bis Ende Juli führen wir unser traditionelles Cohiba Festival durch und offerieren die Siglo II, Siglo III, Siglo IV und Siglo VI mit 20% Rabatt.


Cohiba Sonderaktion

Selbstkritik zum Revolutionstag

In einer Rede zum gestrigen Revolutionstag gab sich Kubas Präsident Raúl Castro laut 20 Minuten selbstkritisch:

Die Kubaner sollten ein im vergangenen Jahr gestartetes Regierungsprogramm stärker nutzen, das brachliegendes staatliches Land zum Anbau freigibt. «Das Land ist da, und hier sind die Kubaner», sagte Castro in die Menge zeigend. Zehntausende Anhänger waren am Sonntag in der Stadt Holguin im Osten des Landes anwesend.

Die weltweite Wirtschaftskrise schwäche das Land, räumte der Präsident ein. Für Engpässe bei der landwirtschaftlichen Produktion seien aber allein die Kubaner verantwortlich. Dem vor 47 Jahren verhängten Handelsembargo der USA dürfe nicht für alle Probleme Kubas die Schuld gegeben werden.

Hacker attackieren Zigarrenshops

Bei Cigarcyclopedia lese ich gerade die ziemlich unglaubliche Meldung über einen koordinierten Hackerangriff gegen eine Reihe grosser amerikanischer Zigarrenshops. Mit so genannten Distributed Denial of Service-Attacken wurden die betroffenen Shops so stark mit Anfragen belastet, dass sie für normale Besucher nicht mehr erreichbar waren. Der Shop Famous Smoke ist nach wie vor offline.

Wer für die Angriffe verantwortlich ist, weiss man noch nicht. Weil mehrere Shops betroffen waren, muss man wohl davon ausgehen, dass gezielt Anbieter der Tabakbranche geschädigt wurden.

Rauchzeichen aus Jemen

Rauchzeichen aus dem Jemen

Eine virtuelle Postkarte für den Cigar Blog aus Sana'a in Jemen. Dem
Absender ein herzliches Dankeschön!

Grauimporte und das neue Habanos-Garantiesiegel

Das neue Habanos-Garantiesiegel steht vor der Einführung. Der Barcode für die eindeutige Identifizierung der Kistchen ist wie berichtet das wichtigste neue Sicherheitsmerkmal. Die Grauimporteure werden die Barcodes entfernen müssen, weil sie sonst ihre Lieferanten in Verlegenheit bringen.

In der Praxis dürfte sich aber nicht viel ändern, denn schon heute ist auf dem jedem Kistchen vermerkt, von welchem Importeur es eingeführt wurde. Ist der Importeur in der Schweiz nicht Intertabak, gibt es keine Sicherheit für die Qualität und Herkunft der Ware. Möglicherweise hat das Fehlen der Barcodes aber einen psychologischen Effekt, weil das Garantiesiegel durch das Entfernen der Codes sichtbar gebrochen wird.

Habanos Garantiesiegel

La Floridita Daiquiri

Gestern hätte der Schriftsteller und Daiquiri-Liebhaber Ernest Hemingway seinen 110. Geburtstag gefeiert. Der Cocktailwelten-Blog hat aus diesem Anlass eine längere Abhandlung über den Drink verfasst. Die Sache ist komplizierter, als man denken würde. In der Fachwelt kursieren verschiedene Anleitungen. Hier das Original-Rezept der Floridita-Bar in Havanna zum Selbermixen:

6 cl Rum (Havana Club 3)
3 cl Limettensaft
1 cl Zuckersirup
1 cl Maraschino

Daiquiri Floridita

Cohiba lanciert Behike-Linie

Auf Areacigar wird seit ein paar Tagen darüber spekuliert, dass die legendäre Cohiba Behike, die zum vierzigjährigen Jubiläum von Cohiba gefertigt wurde, in das Standardprogramm vom Cohiba aufgenommen werden könnte. Eine neue Behike-Serie solle am nächsten Habanos-Festival vorgestellt werden.

Ich habe bei Christoph Puszkar, dem Marketingleiter des deutschen Habanos-Importeurs 5th Avenue, nachgefragt. Tatsächlich bestätigt er: «Habanos plant die Einführung einer Super-Premium Linie «Behike» als weitere Ergänzung der Marke Cohiba. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.»

Casa de Torres Maduro

Casa de Torres Maduro


Die Casa de Torres-Familie erhält Zuwachs: Ein interessantes Toro-Format mit einem Maduro-Deckblatt ergänzt neu das Sortiment. Und auch die Schweiz wurde mit einem Kontingent der limitierten Zigarrenspezialität bedacht. Trotz wirklich dunklem Deckblatt bleibt die Maduro Toro eine eher milde Zigarre. Ich habe in ihr die typischen Aromen von Casa de Torres wiedergefunden, das Maduro-Deckblatt sorgt für ein angenehmes Plus an Würze und Intensität. Das 25er Kistchen kostet in der Schweiz 275 Franken.

«Der Stalinismus in Havanna hat einen neuen Höhepunkt erreicht»

... zu diesem Schluss kommt der Artikel Säuberungswellen-TV auf Kuba der Financial Times Deutschland. Der Beitrag liefert Argumente gegen jede Art von Revolutionsromantik. Ein Auszug:

(..) Raúl Castro arbeitet hart daran, [in der Rangliste der übelsten Diktatoren der Welt] weiter aufzuholen. Der kleine Bruder des gebrechlichen Fidel Castro überzieht Kuba derzeit mit einer skurrilen Propagandaschlacht, wie sie der sozialistische Inselstaat lange nicht gesehen hat. Tausende Mitglieder der Kommunistischen Partei Kubas bekommen in diesen Wochen ein dreistündiges Video über die jüngste Säuberungswelle im Land vorgeführt, das vor allem eines zum Ziel hat: Angst und Schrecken unter den eine Million Genossen zu verbreiten.

Düster ist auch der aktuelle Lagebericht von Oscar Alba, der für den Tagesanzeiger, die Baslerzeitung und den Bund schreibt. Auszüge aus seinem Artikel Kein Geld, kein Strom, keine Hoffnung:

Kuba steht vor dem Bankrott. Ausländische Unternehmen stoppen Lieferungen, weil sie seit Anfang Jahr keinen roten Rappen mehr erhalten haben. Die kubanischen Banken haben kein Geld mehr. Auf der spärlichen Lebensmittelkarte fürs Volk ist bereits die Bohnen- und Salzration reduziert worden. In den Läden ist das Angebot so dürftig wie seit Jahren nicht mehr. Damit die Lichter im Land nicht ganz ausgehen, wird Tausenden Staatsbetrieben jeden Tag für mindestens fünf Stunden (von acht bis ein Uhr mittags) teilweise oder total der Strom abgeschaltet. Läden und Büros werden in diesen Zeiten zu Backöfen. Computer sind wegen Überhitzungsgefahr ausgeschaltet, Produkte in den Regalen verderben.

In den 50 Jahren Revolution ist das Land zu einem Bürokratiekoloss mutiert, stets damit beschäftigt, sich selber über Wasser zu halten, aber praktisch unfähig, etwas zu produzieren. Über 80 Prozent der Lebensmittel müssen für teures Geld im Ausland eingekauft werden. Das Land importiert viermal mehr, als es exportiert. Das Minus in der Handelsbilanz beträgt 10,5 Milliarden Dollar. Jetzt läuten sogar die Ökonomen im Staatsdienst die Alarmglocken: So kann kein Land überleben.

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