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Montecristo Open in Zürich

Im Garten des Zürcher Hotels Baur au Lac stellte der Schweizer Habanos Importeur Intertabak gestern die neue Montecristo-Linie Open vor. Bei bestem Wetter durften die Gäste, darunter auch der kubanische Botschafter in der Schweiz Issac R. Torres, die vier neuen Formate Junior, Master, Regata und Eagle geniessen.

Die neue Linie erntete viel Lob. Samuel Menzi von der Casa del Habano in Zürich, den ich zu seinem Eindruck befragte, bewertete die Exemplare von gestern als deutlich besser als die Exemplare, welche er am Habanos Festival genossen habe und etwas flach im Geschmack gewesen seien. Mein erster Eindruck ist, dass die Mischung der Montecristo Open für den einen oder anderen gestandenen Havanna-Raucher zu mild sein wird, der Open-Geschmack aber trotz seiner Leichtigkeit eine charakteristische Havanna-Note bewahrt hat und Havanna-Einsteiger und Liebhaber milder Zigarren deshalb sehr ansprechen wird.


Die Gastgeber Urs Tanner, CEO von Intertabak, und Samuel Menzi von der Casa del Habano Zürich

Pierre Müller von Intertabak mit den neuen Montecristo Open-Zigarren

Geprüft und für gut befunden: Montecristo Open Regata

Margrith Wandeler und Andi Stachl vom La Corona

Frau Vollenweider von der Tabatière Küsnacht

Apéro im Baur au Lac-Garten

Torcedora Virgen Luz Gonzales von Romeo y Julieta

Samuel Menzi mit Monsieur Spring von der Casa del Habano in Genf

Von links nach rechts: Andy Stachl, Maggy Wandeler, Botschafter Issac R. Torres, Jorge Hernandez von Habanos Europa, Jorge Paz und Beda Gmür, Verkaufsleiter Schweiz von Intertabak

Wie Heinrich Villiger zum Exklusiv-Importeur für Havannas wurde

In der letzten Ausgabe von Cigar Clan ist ein interessantes Gespräch mit Heinrich Villiger abgedruckt. Darin erzählt der Patron der Villiger Gruppe und den Habanos-Importeuren Intertabak und 5th Avenue, wie seine Geschäftsbeziehungen zur kubanischen Tabakindustrie entstanden und wie er zum Handkuss für die exklusive Habanos-Distribution in Deutschland und der Schweiz kam.

In Zürich fehlen die Fumoir-Regeln

Ab dem 1. Oktober darf man in den Zürcher Restaurants und Bars nicht mehr rauchen. Zufluchtsstätten für Raucher soll es in Form von Fumoirs geben. Weil die Fumoir-Regeln auf Bundesebene noch nicht bekannt sind und der Zürcher Regierungsrat sich an den Vorschriften des Bundes orientieren will, wird die Zeit für bauliche Massnahmen langsam knapp, wie 20 Minuten Online gestern meldete.

Abgesehen von den terminlichen Problemen kommt die Haltung der Zürcher Regierung den Raucherinnen und Rauchern aber entgegen (siehe auch Zürich will Raucher doch bedienen).

smoke - die Zeitung für Genussraucher

smoke - Kundenzeitung von Oettinger Davidoff

«Without promotion, something terrible happens – nothing». Das Schweizer Unternehmen Oettinger Davidoff nahm sich diese alte Marketing-Weisheit von Phineas Taylor Barnum zu Herzen und hat eine neue Kundenzeitung lanciert. «smoke – die Zeitung für Genussraucher» informiert Geniesser über Neuheiten im Sortiment von Oettinger Davidoff und über Themen rund um den Genuss. Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe steht der Geruchssinn. Die pdf-Version von Ausgabe Nr. 1 kann hier heruntergeladen werden.

Die Zigarre kommt ins Museum

Das Heimatmuseum von Frankenberg richtet eine «Zigarrenmacher-Schauwerkstatt» ein, wie die Sächsische Zeitung meldet:

Betreut wird die Werkstatt vom Heimatverein, in dem es noch echte gelernte Zigarrendreher gibt“, sagt Museums-Chefin Dana Brode (51). „Sie wollen so an die heimische Zigarrentradition erinnern.“ Denn was die Jüngeren kaum noch wissen: In der Garnisonsstadt Frankenberg gab es um 1920 insgesamt 28 Zigarrenfabriken und -manufakturen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass den Zigarrenmachern aus der Karibik allen schlechten Nachrichten zum Trotz noch ein langes Leben ausserhalb von Musemumsmauern beschieden ist.

«Philip Morris Tobacco Monopoly Act»

In der USA wird der Tabakmarkt umfassend reguliert. NZZ Online schreibt in Schlag für die US-Tabakindustrie:

Der Senat verabschiedete mit 79 gegen 17 Stimmen ein Gesetz, mit dem die Bundesgesundheitsbehörde FDA künftig den Nikotingehalt von Zigaretten begrenzen, das Rauchen verherrlichende Werbung verbieten und aromatisierte Geschmackszusätze untersagen kann.

Es ist jedoch fraglich, ob das neue Gesetz wirklich Konsumenten schützt, wie Cigarcyclopedia erklärt: Ein verringerter Nikotingehalt kann dazu führen, dass umso mehr geraucht wird und die Schadstoffexponierung dadurch sogar zunimmt; der Nutzen von Verboten für einzelne Geschmackszusätze ist umstritten; und Werbeverbote zementieren in erster Linie Marktanteile.

Nicht umstritten, aber in der Berichterstattung der klassischen Medien kaum präsent, ist eine andere Folge der neuen Tabakregulierung: Kleine Player werden es schwer haben, die Vorgaben der Regulierungsbehörde zu erfüllen. Und für neue Anbieter wird der Markteintritt fast unmöglich, wenn nicht mehr für neue Produkte geworben werden darf.

Tatsächlich hat Philip Morris, als Marktführer der Hauptprofiteur einer umfassenden Regulierung, sich massgeblich am Entwurf des neuen Gesetzes beteiligt. Cigarcylopedia zitiert einen Experten eines liberalen Think Tanks, der das Gesetz den «Philip Morris Tobacco Monopoly Act» nennt.

Damit ist Philip Morris in den USA teilweise gelungen, was der Konzern auch in Europa seit Jahren anstrebt (siehe Philip Morris vs. Tabakbranche - eine Übersicht).

«Lifestyle-Habanos»

In Deutschland wurde die neue Montecristo-Linie «Open» bereits eingeführt. In der Juni-Ausgabe des Cigar Journals berichtet 5th Avenue über die Lancierung und konkretisiert das Konzept und die Zielgruppe der neuen Zigarrenlinie:

Habanos S.A. begibt sich mit der Montecristo Open auf völlig neues Terrain und richtet sein Augenmerk vor allem auf ein jüngeres, lifestyleorientiertes Publikum. Geeignet sind die Cigarren für jene, die den Einstieg in die Welt der Premiumcigarre suchen, eher gelegentlich Cigarren rauchen oder die bisher andere Provenienzen bevorzugten. Ganz bewusst sind deshalb die Tabakmischungen deutlich leichter gehalten als die der klassischen Serie. Dadurch erweitern sie auch für Habanos-Liebhaber das Spektrum der Möglichkeiten. Sei es als Cigarre für die früheren Stunden des Tages oder als besonders kombinationsfähige Begleiter eleganter Weine und Spirituosen.

Neuer Premium-Shop: Toscani.ch

Toscano Shop

Die italienischen Toscano-Zigarren, die aus fermentiertem Kentucky Tabak gerollt werden, sind seit ein paar Wochen auch in der Schweiz erhältlich. Eine Premium-Zigarre im klassischen Sinne ist die Toscano nicht, deshalb haben wir beschlossen, einen kleinen Spezialshop für die Toscano zu entwickeln. Der neue Shop ist jetzt fertig und kann unter www.toscani.ch besucht werden.

Pestizide im Tabakanbau

Im Cigar-Wiki ist eine interessante Diskussion über den Einsatz von Pestiziden im Tabakanbau im Gange. Christoph A. Puszkar vom deutschen Habanos-Importeur 5th Avenue nimmt für die kubanische Zigarrenindustrie Stellung und schreibt:

(..) Über die Schädlichkeit dieser Pestizide ist mir nichts bekannt. Ich kann Sie allerdings beruhigen: wir senden regelmäßig Cigarrenproben an ein Prüflabor und dabei wurden bisher nie irgend welche Rückstände o.ä. in auch nur ansatzweise schädlicher Menge festgestellt. Pestizidfreie Cigarren werden in Cuba nicht gefertigt.

Bentley aus Tabak

Baumann Selected Cigars stellte gestern im La Corona Uster die neuen Bentley Cigars vor. Eine direkte Beziehung zwischen Zigarre und Automarke besteht nicht, wie Importeur Peter Baumann ausführte. Vor etwa vierzig Jahren hatte ein Geschäftsmann aus Deutschland die Idee, die prestigeträchtige Marke für Tabakwaren schützen zu lassen. Das war möglich, weil der Autobauer Bentley es versäumt hatte, die Marke umfassend zu schützen. Zuerst entstanden unter dem Namen Bentley Pfeifen, seit zwei Jahren gibt es jetzt auch Zigarren, die diesen Namen tragen. Bentley nimmt die Sache sportlich und arbeitet mit dem Tabakunternehmen zusammen.

Passend zum Thema reiste gestern einer der Gäste sogar mit seinem Bentley an, der in den Bildern unten bestaunt werden kann. Von den Zigarren selber habe ich einen guten ersten Eindruck gewonnen, wobei der dichte Rauch im La Corona eine objektive Urteilsfindung etwas erschwerte.


Aficionados mit Bentley

Bentley Cigar mit Bentley

Importeur Peter Baumann

Claude Guggenheim von der Konkurrenz

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