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Der Toscani-Paragraph

Wann ist eine Zigarre eine Zigarre? Wer es gerne kurz und prägnant hat, findet in der Verordnung über die Tabakbesteuerung präzise Definitionen der unterschiedlichen Herstellungsarten für die Einordnung der verschiedene Zigarren- und Zigarettenarten in die richtigen Steuergruppen. Eine besondere Ehre kommt der Toscano zu; ihr hat der Gesetzgeber einen eigenen Absatz gewidmet:

Toscani, d. h. Zigarren ohne Umblatt in doppelkonischer Form, nicht gepresst, aus Kentucky- oder ähnlichen Tabaken mit im Stock fermentierter Einlage, die nach Fertigstellung einer Nachfermentation unterzogen wurden.

Zum 25. Geburtstag: The Griffin's XXV

Griffins Special Edition 25

Das Zigarrenlabel The Griffin's feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Für das Jubiläum hat Griffin's die noble Special Edition XXV in weissen Keramik-Jars aufgelegt, die Platz für 25 Robusto-Zigarren bieten. Die limitierten Zigarren werden aus San Vicente Seco, Piloto Ligero und Olor Ligero Tabaken von verschiedenen Anbauzonen der dominikanischen Republik, einem Piloto Umblatt und einem Connecticut Ecuador Deckblatt gerollt und versprechen laut Hersteller einen vollmundigen, etwas würzigeren Rauchgenuss. Die Jars kommen am 8. Juli in den Handel und kosten Fr. 325.00.

«Diebstahl hält die Revolution am Leben»

Der Artikel «Workplace theft saps Cuba's state-run economy» von Reuters beschäftigt sich mit den Problemen, die aus dem Verkauf von Zigarren und anderen, aus den staatlichen Betrieben gestohlenen Waren auf dem kubanischen Schwarzmarkt entstehen.

Einerseits führten die Diebstähle die Grundidee des Sozialismus – gleicher Besitz für alle – ad absurdum, weshalb sich Fidel Castro bitter darüber beklagt habe und die Enstehung einer Klasse von «Nuevos ricos» erkenne, so der Artikel. Andererseits sei das legale Überleben auf Kuba sehr schwierig («the solution for many is daily "inventing" – often just a euphemism for stealing»), und der Verkauf von gestohlenen Waren würde in Tat und Wahrheit die Revolution, die sonst längst kollabiert wäre, am Leben erhalten.

Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, dürfte für Aussenstehende, wie so oft, nicht einfach sein. Auf jeden Fall legt der Artikel den Finger auf einen wunden Punkt der kubanischen Sozialwirtschaft.

Rauchverbote in der Gastronomie: Verlängerte Galgenfrist für Zürich

Die Umsetzung des Rauchverbots in der Gastronomie Zürichs zögert sich noch etwas hinaus. Weil der Zürcher Regierungsrat die Vorgaben des Bundes abwarten will, tritt das Rauchverbot frühestens am 1. Januar 2010 in Kraft, wie NZZ Online schreibt.

Ein Last minute-Tipp für Zigarren-Geniesser: Die Kronenhalle-Bar mit feinen Drinks, stilvoller Magahoni-Leder-Atmosphäre und wohlwollendem Umgang mit Rauchern. Ich habe die Bar kürzlich entdeckt und werde dort gerne wieder eine Zigarre rauchen.

Kronenhalle-Bar

«Es gibt keine grössere Ehre, als Teil der Davidoff-Familie zu werden»

Ein paar Monate nach der Übernahme des Labels Camacho – die Lancierung von Camacho in der Schweiz ist übrigens für den September geplant – meldet die Oettinger Davidoff Group aus Basel einen weiteren Zukauf. Neu zur Gruppe gehört das amerikanische Unternehmen Cusano Cigars. Über die Details der Cusano Cigars-Übernahme informiert eine ausführliche Medienmitteilung:

Die Oettinger Davidoff Group mit Sitz in Basel (Schweiz) hat von der Familie Chiusano das in Bradenton, Florida, beheimatete und von der DomRey Cigar Inc. operativ geführte Unternehmen Cusano Cigars übernommen. Mit dem Kauf von Cusano Cigars erschliesst sich die Gruppe eine neue Einkommensquelle in den USA, dem weltweit grössten Markt für Premium-Cigarren, auf dem rund die Hälfte aller von Hand hergestellten Cigarren abgesetzt werden.

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Dieter Meier wird Davidoff-Botschafter

Davidoff führt das Botschafter-Konzept weiter und hat nach Crossair-Gründer Moritz Suter und Alt-Fussballer Kubilay Türkyılmaz den Künstler und Musiker Dieter Meier zum dritten Davidoff-Botschafter der Schweiz ernannt. Die Auszeichnung wurde am vergangenen Donnerstag im neuen, dem Vernehmen nach ziemlich exklusiven «Salon Davidoff» im  Grand Resort Bad Ragaz vorgenommen.


Salon Davidoff-Eröffnung mit Davidoff CEO Reto Cina (links) und Dieter Meier (Mitte)

Davidoff-Botschafter Dieter Meier

Salon Davidoff im Gran Resort Bad Ragaz

Habanos Day: Presse und Impressionen

Am vergangenen Wochenende feierten 230 Havanna-Liebhaber den zweite Habanos Day Deutschlands. Ddp-Korrespondent David Rollik war mit dabei und hat einen Bericht über den Anlass auf Schloss Unsleben verfasst. Viele Impressionen, wie immer ausführlich und unterhaltsam kommentiert, zeigt Nino auf flyingcigar.de.

«Handgerollter Kopfschmerz»

Zwei Ergänzungen zum Beitrag über das Doppelmarken-Problem vom vergangenen Freitag: Die britische Times hat den zitierten Bloomberg-Text aufgenommen und daraus den um weitere Fakten ergänzten Artikel «Cuban cigars could become hand-rolled headache» gemacht. Eine Übersetzung des Bloomberg-Artikels ist bei Welt online erschienen («Kampf um Kubas Zigarren»).

Das Doppelmarken-Problem

Vor 47 Jahren erliess der amerikanische Präsident John F. Kennedy ein Handelsembargo gegen Kuba, das alle nachfolgenden Präsidenten überdauerte und bis heute gilt. Mit dem Wahlsieg von Barack Obama ist die Stimmung aber umgeschlagen. Allgemein wird erwartete, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kuba und den USA bald normalisiert werden könnten, und sich damit der US-Markt für den Import von kubanischen Zigarren öffnen würde.

Der Bloomberg-Artikel Cuban Cigars JFK loved may end Forbidden Fruit status in U.S. beschäftigt sich mit dem «Doppelmarken-Problem», das vor einer Marktöffnung gelöst werden muss: Weil Kuba nach dem Embargo seine Markenrechte in den USA nicht mehr durchsetzen konnte, wurden die kubanischen Zigarren-Marken in den USA von anderen Personen registriert. In vielen Fällen sicherten sich die tatsächlichen früheren Markeninhaber, die nach der Revolution auf Kuba enteignet wurden und in die USA geflüchtet waren, die amerikanischen Markenrechte.

Inzwischen wurden die Rechte der meisten Marken von der Swedish Match-Gruppe gekauft. Andere Marken wie Montecristo sicherte sich der Konzern Imperial Tobacco, der nach der Übernahme von Altadis auch an der kubanischen Zigarrenindustrie beteiligt ist. Verschiedene Marken wie Cohiba oder Romeo y Julieta existieren deshalb in einer amerikanischen und in einer kubanischen Version.

Wer sich in diesem anbahnenden Konflikt zwischen den Inhabern der Marken durchsetzen wird, ist laut dem zitierten Artikel noch völlig offen, und in erster Linie eine politische Frage. Swedish Match investiert seit Jahren viel Geld in politisches Lobbying und soll 2001 sogar ein «Zigarren gegen Medizin und Nahrung»-Tauschgeschäft zwischen den USA und Kuba verhindert haben. Imperial Tobacco hat in diesem Jahr zum ersten mal eine politische Spende geleistet.

Bossner Lagerräumung

Wegen fehlender Nachfrage nehmen wir die Zigarren der Marke Bossner aus unserem Sortiment. Interessierte finden in unserem Shop Restbestände der Formate Churchill und Double Corona mit 30 Prozent Rabatt. Update 20.06.2009: Das Lager ist geräumt.

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