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Passivrauch-Fakten

Rauchverbote in der Gastronomie werden mit Verweis auf die Gefährdung des Personals durch den Passivrauch erlassen. Auf wie wackeligen Füssen die Studien stehen, welche die Passivrauch-Gefahr quantifizieren, zeigt eine neue Untersuchung der deutschen Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BNG).

Anders als die von der Politik zitierten Studien, welche die Passivrauch-Gefährdung mit statistischen Hochrechungen herleiten, hat die BNG echte Krankendaten von 650'000 Mitgliedern ausgewertet. Das Ergebnis:

Es liegt folgende Situation vor: 300 Fälle / 100'000 Mitarbeitende / Jahr Lungenkarzinome bedingt durch Passivrauch in der deutschen Gastronomie, errechnet über die vom Münchener Lehrstuhl für Arbeitsmedizin vertretene Mathematik.

2 Fälle / 100'000 Mitarbeitende / Jahr, die aus den tatsächlich gezählten Lungenkarzinomfällen bei Versicherten der Gastronomie resultieren. Da die Aktiv- und Passivraucher zusammengenommen sind und auch unterhalb des Bevölkerungsschnittes liegen, können wir die Aussage machen, dass für die Versicherten der deutschen Gastronomie die Wissenschaftsaussagen, die in politische Handlungen umgesetzt wurden, nicht stimmen.

Mit bestem Dank an Philipp Schuster für den Hinweis.

Über den Zug von Zigarren

Zugwiderstandsmaschine

Zugwiderstandsmaschine (5th Avenue / Cigar-Wiki)

Gestern haben wir im Sommerwettbewerb die Frage gestellt: Wie stellen die Hersteller von handgefertigten Premium-Zigarren sicher, dass die Zigarren gut ziehen und nicht zu fest gerollt werden? Viele Teilnehmer haben auf die falsche Antwort «Spezialisierte Tester prüfen die Dichte des Tabaks, indem sie die Zigarren hin und her rollen und auf ein allfälliges Knistern achten» getippt.

Tatsächlich werden Zigarren heute in vielen Manufakturen mit einer Zugwiderstandsmaschine einzeln getestet, bevor sie in das Kleid der Zigarre, das Deckblatt, gerollt werden. In Kuba wurde die «Máquina de tiro» laut Cigar-Wiki im Jahr 2001 eingeführt und ist heute in allen kubanischen Tabakfabriken Teil der Qualitätskontrolle.

Heinrich Villiger von den Habanosimporteuren Intertabak und 5th Avenue schreibt dazu auf der Seite Cigarrenversand.de: «Habanos werden mit einer Maschine auf guten Zug getestet. Eigentlich sollte es keine «verknallte» Habanos mehr geben. Oft ist es eine unsachgemässe Lagerung, manchmal ist es die Zigarre. Die Probleme bei Habanos sind spürbar zurückgegangen.»