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Eröffnung der 1. Habanos Smokers Lounge in Deutschland

Habanos-Importeur 5th Avenue informiert über die Eröffnung der 1. Habanos Smokers Lounge im Hotel Hilton München Park am Englischen Garten. Die Smokers Lounge wird über einen begehbaren Humidor mit einem breiten Habanos-Sortiment verfügen. Um den gesetzlichen Bestimmungen in Bayern zu entsprechen, werden nur Club-Mitglieder Zutritt haben oder eines der 70 Zigarren-Schliessfächer mieten können. Gemäss 5th Avenue hat der Club bereits vor der Eröffnung 85 Mitglieder. Betrieben wird die neue Habanos Lounge vom Münchner Fachhändler Dallmayr Tabacladen.

Vermutlich mit Blick auf Davidoff schreibt 5th Avenue zudem: Im Unterschied zu anderen Importeuren treten wir nicht direkt an die Gastronomie heran, sondern binden explizit den Fachhandel ein. Wir konzentrieren uns dabei auf die La Casas del Habano und die Habanos Specialists.

Termin und Adresse: 25. Juli 2008, 19 Uhr im Hotel Hilton München Park, Am Tucherpark 7, 80538 München

Sozialmarketing

Was wir anderswo Propaganda nennen, heisst bei uns neuerdings elegant «Sozialmarketing». Die Universität Koblenz erklärt:

(..) Das Sozialmarketing zielt deshalb darauf, gesellschaftlich relevante Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen zu beeinflussen. Ein aktuell hoch relevantes Thema im Sozialmarketing ist Rauchen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Folgeschäden.

Vorrevolutionärer Tabak

Wenn ein Hersteller Zigarren aus unverschnittenem Havanna-Saatgut aus der Pre-Castro-Zeit vorstellt, klingeln nach der Geschichte um die Terre de Mythe die Alarmglocken. Über eine neue Variante der vorrevolutionären Kuba-Tabak-Werbung berichtete kürzlich Cigarcyclopedia: Tabacos de la Cordillera aus Costa Rica erklärt, über das weltweit letzte Saatgut mit einer «ungebrochenen genetischen Brücke zurück in das goldene Zeitalter der Havannas» zu verfügen. Nur die Zigarren von Tabacos de la Cordillera würden heute noch mit dem «opulenten Geschmack und verführerischen Bouquet einer authentischen Havanna» begeistern.

Die Aussicht auf Zigarren aus dem «goldenen Zeitalter der Havanna» ist verlockend. Aber was ist von den Legenden um den «vorrevolutionären Tabak» zu halten? Der Direktor von Tabacos de la Cordillera, immerhin ein Agraringenieur mit Spezialgebiet Gentechnologie, erklärt auf der Unternehmenswebsite, warum sich vorrevolutionäres Saatgut vom heutigen Kuba-Saatgut unterscheiden soll. Die Übersetzung von einigen Ausschnitten:

[Nach der Revolution ersuchte Kuba] Russland, die Wirtschaft der Insel durch Importe von Kubas Landwirtschaftserzeugnissen zu stützen. Russland brauchte aber Zucker, keine Zigarren. Castro löste  das führenden Tabak-Forschungsinstitut der Insel «Cuban Land» auf und teilte die Tabakbauern und Agronomen der Zuckerproduktion zu. Saatgut-Banken und ausführliche Aufzeichnungen zu Boden und Nährstoffen, die nicht mehr gebraucht wurden, verschwanden. Tabakfarmen und Fabriken, früher der Stolz ihrer Besitzerfamilien, fielen in die Hände von Kollektiven und unter die Führung der kommunistischen Bürokratie. Die meisten der weltweit am höchsten eingestuften Grade 7-Zigarrenroller flohen vor dem Regime. Viele von ihnen folgten den Zigarren-Familien in die Karibik und nach Zentralamerika; andere öffneten in Miami, Tampa, New Jersey und anderen US-Städten kleine Boutiquen, wo sie ihre eigenen Zigarren rollten und lokal verkauften. Ersetzt wurden sie durch junge Arbeiter, die zwar begierig auf einen Arbeitsplatz, aber unerfahren waren. Auf diese Weise sind 300 Jahre geduldige und sorgfältige Zucht- und Entwicklungsarbeit verloren gegangen. Die Insel hat so ihre kostbare Erde, das Saatgut, alle Aufzeichnungen, das Talent der Tabakbauern und Zigarren-Familien und die meisten erfahrenen Zigarren-Roller verloren. Kuba vergass, wie man Zigarren macht.

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