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Tickets für Kuba-Film «La Reina del Condón» zu gewinnen!

Seit gestern läuft ein neuer Schweizer Film in den Kinos, auf den wir gerne aufmerksam machen:

«La Reina del Condón» erzählt die Geschichte der deutsche Monika Krause, die sich in den 60er Jahren in einen kubanischen Schiffskapitän verliebte, ihm nach Kuba folgte und dort als staatliche Sexualaufklärerin die Gemüter erhitzte. Als Tabubrecherin wird sie über über Nacht im ganzen Land berühmt als «La Reina del Condón», die Königin der Kondome. Geliebt und verehrt von den einen, gefürchtet und gehasst von den anderen.

Monikas Ehe zerbricht, 1990 kehrt sie mit ihren zwei Söhnen nach Deutschland zurück. 15 Jahre später besuchen die beiden Söhne ihre alte Heimat und ihren kubanischen Vater, und sie begeben sich auf Spurensuche: Erinnert sich Kuba noch an seine «Reina del Condón»?

«La Reina del Condón»

«La Reina del Condón»

Die Presse hat den Film wohlwollend aufgenommen:

«La Reina del Condón» ist kein Lebensdrama. Vielmehr erlebt der Film stärkste Momente dort, wo beiläufig Aspekte vom Alltagsleben in Kuba erscheinen. Dabei bleibt er sachlich und unpolemisch, zeigt die sprichwörtliche Lebensfreude der Leute, die das Beste aus ihrer Situation zu machen versuchen, ebenso aber auch die Bilder von Verfall und Dekadenz eines Systems, das den Untertanen vor allem ein ruiniertes Land hinterlassen hat.»
(Geri Krebs, Filmbulletin)

Sie profilierte sich als Sexualaufklärerin, und wie das dem deutschen Charakter halt entspricht, entwickelte sie dabei einen Perfektionsdrang und Benennungszwang intimer Körperteile und –funktionen, der den Kubanern schnell lästig wurde. Davon erzählt der Film, der nun unsere Kinos penetriert, flott, weswegen wir ihn gern empfehlen.
(Thomas Widmer, Weltwoche)

Der Film läuft in Zürich (arthouse.ch), Bern (quinnie.ch), Basel (kultkino.ch) und Luzern (stattkino.ch).

Mit freundlicher Unterstützung des Filmverleihs dürfen wir 10 x 2 Kinotickets für «La Reina del Condón» verlosen! Einfach einen Kommentar hinterlassen - die ersten 10 Einträge gewinnen (bitte gültige E-Mail-Adresse angeben - wird nicht angezeigt).

Verlängerte Galgenfrist für Zigarren-Gastronomie

Über das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen wird gemäss aktualisiertem Sessionsprogramm des Nationalrats in der laufenden Sommersession nicht mehr beraten. Bis im Herbst dürfen wir also weiter in Bars und Lounges Zigarren geniessen - zumindest dort, wo noch keine kantonalen Verbote gelten.

Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte: Philip Morris präzisiert Standpunkt

Vor einem Jahr machte Hans Bewersdorff in seiner Welt am Sonntag-Kolumne die Strategie der Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte des Tabakkonzerns Philip Morris öffentlich («Das Kulturgut Zigarre droht unterzugehen»):

Deutschland-Chef Jacek Olczak versucht sich mit harten Forderungen gegen die eigene Branche als heimlicher Profiteur in Position zu bringen. Entsprechend dem listigen Philip-Morris-Positionspapier, seit 2004 von langer Hand vorbereitet, fordert er unter anderem eine gleich hohe Besteuerung aller Tabakprodukte. Diese Strategie ist leicht zu durchschauen – nur für unsere Politiker nicht.

Eine Maschine spuckt bis zu 12.000 Zigaretten in der Minute aus. Selbst die modernste Zigarrenmaschine schafft gerade 60 in der Zeit. Ganz zu schweigen von einem Longfiller aus Kuba oder Santo Domingo, dafür braucht ein Roller circa fünf Minuten für die reine handwerkliche Fertigung. Kostenvorteil kann man das nicht mehr nennen, es wäre der totale Triumph für die Zigarette. Die Zigarre würde extrem teuer werden, kein Händler könnte sich noch einen ansprechenden Klimaraum leisten, weil gleichzeitig kaum noch etwas daran verdient werden kann.

In der deutschen Tabak-Zeitung nimmt Philip Morris jetzt Stellung und erklärt: «Der Begriff Gleichbesteuerung erweckt möglicherweise einen falschen Eindruck»:

„Was Philip Morris vorschlägt, ist der Abbau ungerechtfertigter Subventionen, die die Fabrikzigarette gegenüber Produkten mit dem gleichen Verwendungszweck benachteiligen. Also Feinschnitt, Zigarillos und Pfeifentabak, soweit sie eindeutig als niedrigbesteuerte und daher deutlich preisgünstigere Ersatzprodukte zur hochbesteuerten Fabrikzigarette zum Einsatz kommen. Klassische Zigarren/Zigarillos und klassischer Pfeifentabak, die traditionell anders konsumiert werden, stehen bei dieser Anpassung nicht im Fokus.

(..) Ziel sollte unserer Auffassung nach sein, dass zunächst einmal alles wie Zigaretten steuerlich behandelt werden sollte, dann aber über neue Definitionen Ausnahmen bestimmt werden, die sich aus der Verwendung heraus ergeben.“

Bleibt zu hoffen, dass die Philip Morris-Lobbyisten diese neuen Auffassungen und Einsichten auch in Brüssel verbreiten.

Praktisches aus Ungarn

Das Bild unten zeigt einen «Zigarren-Halter» aus dem Parlament in Budapest. Bei uns wird im Parlament demnächst über ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie debattiert. Heute hat die Zeit für die Debatte nicht gereicht, ein neuer Termin steht noch nicht fest.


Cigar Holder

Zigarren-Halter im ungarischen Parlament (Quelle)

«Raucher sind doch auch Menschen»

Die Rauchverbotsdebatte im Nationalrat ist auf morgen Mittwoch verschoben worden. In der Nachrichtensendung Echo der Zeit wurde gestern aber ein Interview mit dem Arzt und Theologen Manfred Lütz zum Thema ausgestrahlt. Lütz vertritt die interessante These, dass der Gesundheitseifer unserer Gesellschaft religiöse Züge angenommen habe (siehe auch «Religion Gesundheit»).

Jazz and Smoke in Rapperswil

Leider konnte ich nicht am Anlass mit Avo Uvezian teilnehmen. Dass der gestrige Abend gemütlich war, zeigen die folgenden Bilder. Sie stammen von einem «Cigar Blog-Leserreporter» - besten Dank!


Avo Uvezian und Andi Stachl

Avo Cigars

Avo Jazz

Avo im Schloss Rapperswil

Avo im Schloss Rapperswil

Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen zurück im Nationalrat

Am Monat beginnt im Parlament die Sommersession. Gleich zum Auftakt wird der Nationalrat zum zweiten Mal das von Felix Gutzwiller initiierte Gesetz zum Schutz vor Passivrauch beraten.

Differenzen haben der National- und der Ständerat in Bezug auf die Fumoir-Unzumutbarkeitsklausel («Gastbetriebe und Nachtlokale können auf Bewilligung hin als Raucherbetriebe geführt werden. Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Betreiber oder die Betreiberin den Nachweis erbringt, dass eine Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumen nicht möglich oder unzumutbar ist»). Der Ständerat lehnt diese Regelung ab, der Nationalrat hat sich in erster Lesung dafür ausgesprochen. Zudem muss sich der Nationalrat mit der Frage befassen, ob es den Kantonen erlaubt sein soll, das nationale Gesetz zu verschärfen.

Avo Uvezian in der Schweiz

AVO Cigar Night 2008


Renzo Blumenthal mit Zigarre

AVO Cigar Night 2008 (Oettinger-Davidoff Group)

An der «AVO Cigar Night 2008» in Zürich hat Avo Uvezian gestern seine neuen 787-Zigarren vorgestellt. Mitgefeiert hat unter anderem auch Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal. Am Montag wird Avo die Portmanns in Kreuzlingen besuchen, am Dienstag kommt er dann zu uns nach Rapperswil («Jazz and Smoke mit Avo Uvezian»).

Schlechte Kritik für «Che»

Am Filmfestival in Cannes ist gestern neben der erwähnten Maradona-Dokumentation auch «Che» vorgestellt worden, ein über vierstündiger Film über das Leben von Ernesto «Che» Guevarra. Die FAZ schreibt, ziemlich ernüchtert:

Herzensprojekte dieser Art gehen oft schief, und leider ist das mit «Che» auch passiert. Selbst in normaler Länge wäre der Film ein Langweiler, mit viereinhalb Stunden Dauer ist er dazu noch anstrengend, ohne dem Zuschauer für sein Durchhalten irgendetwas zurückzugeben außer dem Eindruck, dass Revolution zu machen ein ziemlich hartes Geschäft ist, das vor allem daraus besteht, im Dschungel hin und her zu ziehen, Verpflegung zu besorgen, Latrinen zu bauen und (für die, die es noch nicht können) Lesen und Rechnen zu lernen.

Der Stern ergänzt in «Ches Zigarren und Maradonas Tricks»:

Das alles ist anspruchsvolles Biografie-Kino, in dem sehr viel Zigarren angesteckt, sich sehr viele Männer sehr viel umarmen und gegenseitig auf den Rücken klopfen und in dem vor allem sehr viel ideologisch theorisiert wird. Man muss kein unpolitischer Mensch sein, um das phasenweise etwas ermüdend zu finden.

Wahre Kuba-Liebe

Im Artikel «Maradona und seine schönen Töchter» auf RP Online geht es eigentlich um einen neuen Dokumentarfilm, der über den Ex-Fussballgott gedreht wurde. Am Rande erfährt der geneigte Leser aber auch, das der Havanna-Raucher und Kuba-Liebhaber Maradona eine ganz spezielle Tätowierung trägt - ein Portrait von Fidel Castro. Das muss ihm erst einmal einer nachmachen...
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