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Lizenz zum Rauchen

England hat eine neue Idee zur Eindämmung der Raucherplage lanciert: Wer Tabakwaren kaufen möchte, soll in Zukunft eine Lizenz benötigen. Die Lizenz könnte, so der Vorschlag, 10 Pfund pro Jahr kosten, und müsste einmal jährlich erneuert werden.

Der Idee stammt von Julian le Grand, der als Professor an der renommierten London School of Economics lehrt und den Vorsitz von Health England, einer Art Think Tank für Gesundheitsfragen, inne hat. Die Vorzüge seines Vorschlags sieht le Grand gemäss BBC im «Bürokratie-Faktor». Um die Wirkung zu optimieren, solle das Antrags-Formular für die Raucher-Lizenz möglichst kompliziert gestaltet werden.

Anders ausgedrückt: Weil sich die Politik vor klaren Worten und dem Erlass von Verboten scheut, sollen gesundheitspolitische Ziele mit bürokratischen Schikanen erreicht werden. Eine originelle Idee, die allerdings ein sonderbares Staatsverständnis offenbart.

Churchill beerbete Clemenceau

Das neue Cigar Journal von 5th Avenue ist online. Interessant ist der Beitrag, der die Geschichte des Churchill-Formats beleuchtet:

(..) Dieses Format wurde erstmals 1910 in der Manufaktur „Romeo y Julieta“ gefertigt, höchstwahrscheinlich für den damaligen französischen Premierminister Georges Clemenceau. Als Anerkennung seiner Bemühungen auf der Versailler Friedenskonferenz führte man dieses Format unter der Bezeichnung „Clemenceau“ als feste Produktionsbezeichnung ein. Doch auch Sir Winston Churchill entdeckte dieses Format für sich und ließ während des Zweiten Weltkrieges in der Manufaktur eine unlimitierte Auflage von Cigarren speziell für sich fertigen. Seit seinem legendären Besuch 1946 in der Manufaktur „Romeo y Julieta“ hat sich als Formatbezeichnung der Begriff „Churchill“ durchgesetzt.