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Dank neuen Fakten: Das Passivrauch-Gespenst löst sich in Luft auf

Landläufig geht man davon aus, dass die Gefahren des Passivrauchens wissenschaftlich belegt sind. Verfasserin der Referenzstudie zum Gesundheitsrisiko Passivrauch ist das renommierte Krebsforschungszentrum Heidelberg. Deshalb will die Politik, dass in der Öffentlichkeit und in der Gastronomie in Zukunft mehr oder weniger weit reichende Rauchverbote gelten sollen.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten, deren Mitglieder direkt von den Anti-Tabakgesetzen betroffen sind, haben sich im Rahmen des Symposiums «Tabakrauch am Arbeitsplatz» vertieft und kritisch mit der oben genannten Studie auseinander gesetzt. Ist das Risiko des passiven Rauchens wirklich so gravierend, dass eine staatliche Intervention notwendig wird?

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Rauchendes Glaubensbekenntnis

Rauchverbote machen kreativ. Nach dem Zelt in der Kneipe hat ein Wirt aus Schleswig-Holstein jetzt eine eigene Religion gegründet. Das wichtigste Zeremoniell der neuen Glaubensgemeinschaft: das Rauchen. RP Online schreibt über die Pläne des Religionsgründers:

«Unsere Christlich-Jüdische Kirche hat inzwischen mehr als 400 Mitglieder», berichtet der 46-Jährige Gastronom. Das Gründungsprotokoll sei von ihm bereits an die Staatskanzlei in Kiel geschickt worden.

Bei ihm wird jetzt rauchen zur neuen religiösen Handlung. Wie die Katholiken ihren Weihrauch, will er mit seinen Kirchenmitgliedern die Nikotinstängel verbrennen. Dennoch bleibt abzuwarten ob der Wirt damit durch kommt.

Oettinger will keine Energie im Kampf gegen die Verbotsmentalität verpuffen

Der Oettinger-Davidoff-Konzern will der Anti-Tabakbewegung mit neuen Raucherlounges entgegentreten. In einem schon im November erschienenen Artikel der Handelszeitung wird CEO Reto Cina wie folgt zitiert:

Wir haben uns entschieden, unsere Energie nicht im Kampf gegen die anscheinend unaufhaltsame Verbotsmentalität zu verpuffen. Wir ziehen es vor, unseren Kundinnen und Kunden neue, innovative Möglichkeiten des Geniessens anzubieten.

Das ist einleuchtend, aber hoffentlich nicht zu kurz gedacht. Die schönste Lounge hilft schliesslich nichts, wenn der Gesetzgeber keine Ausnahmen zulässt. Davon können die Schweden genauso ein Liedchen singen wie die Bayern, Solothurner oder die Tessiner.