Suisse Tabac 2009
Die Fachmesse der Schweizer Tabakbranche Suisse Tabac findet dieses Jahr vom 5. bis 7. September im Kongresscenter Basel statt. Am Eröffnungstag ist die Messe für das Publikum geöffnet.
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Die Fachmesse der Schweizer Tabakbranche Suisse Tabac findet dieses Jahr vom 5. bis 7. September im Kongresscenter Basel statt. Am Eröffnungstag ist die Messe für das Publikum geöffnet.
Zino Platinum legt jedes Jahr die «Master Edition» vor, eine limitierte Zigarren-Serie aus speziellen Tabaken, die von den besten Rollerinnen und Rollern gefertigt wird. Die Mischung der diesjährigen Auflage besteht aus dominikanischem San Vicente Ligero, Jamastran Seco aus Honduras, Jalapa Especial Seco aus Nicaragua und peruanischem Ligero. Das Umblatt der Sorte Olor stammt aus der dominikanischen Republik, das Maduro-Deckblatt aus Connecticut. Im 10er Kistchen kostet die Master Edition 2009 170 Franken.
Die Meldungen des Tages zum Thema Rauchverbot: In Bern, Wallis und Freiburg treten heute neue Nichtrauchergesetze in Kraft. Im Wallis und Freiburg sind nur noch unbediente Fumoirs erlaubt, in Bern dürfen Fumoir-Gäste bedient werden (mehr bei SF Tagesschau). Griechenland nimmt heute einen neuen Rauchverbots-Anlauf. Um zwei Vorgängergesetze habe sich im Land mit dem höchsten Raucheranteil Europas niemand geschert, wie das Greenpeace-Magazin schreibt (Raucher - die neuen Klimasünder?).
Die Aachener Zeitung weiss von Attacken, welche die EU-Gesundheitskommissarin gegen «Raucher-Oasen» in Deutschland geführt hat. Nach ihrem Willen sollen spätestens in drei Jahren «alle Europäer umfassend vor Tabak geschützt», sprich: Ausnahmeregelungen für Fumoirs und kleine Gaststätten verboten werden. Die deutsche Drogenbeauftragte Sabine Bätzing unterstützt diese Forderung: «Der beste Schutz ist ein totales Verbot».
Und zu guter Letzt haben Psychologen (sic) aus Deutschland herausgefunden, dass Rauchen eigentlich eine Krankheit ist, die medikamentös therapiert werden sollte. Mehr dazu bei Welt online.
Der Verband Swiss Cigarette publiziert auf seiner Website Zahlen zum Tabakmarkt Schweiz. Neu sind auch die Statistiken für 2008 verfügbar. Für das Segment Zigarren und Cigarillos sind die Daten wenig erfreulich: Die Importe sind um 18 Prozent eingebrochen.
Über die Lage im Markt für Premium-Zigarren geben die Einfuhr-Statistiken für die verschiedenen Herkunftsländer Aufschluss, die von der Eidgenössischen Zollverwaltung geführt werden. Die Importe aus Kuba, der Dominikanischen Republik, Nicaragua und Honduras haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
Zigarrenimporte Schweiz – Kuba u. Dominikanische Republik, in Mio. CHF (Quelle: Eigene Darstellung, Daten Oberzolldirektion)
Die Kuba-Importe sind im Jahr 2008 um 13 Prozent eingebrochen und liegen jetzt auf dem Niveau von 1998. Weil die Habanos-Preise seit 1998 mehrfach gestiegen sind, liegen die Stückzahlen heute sogar unter dem Niveau von 1998. Die Importe aus der Dominikanischen Republik entwickelten sich dagegen stabil.
Zigarrenimporte Schweiz – Nicaragua u. Honduras, in CHF (Quelle: Eigene Darstellung, Daten Oberzolldirektion)
Dynamischer präsentiert sich die Entwicklung der Importe aus Nicaragua und Honduras. Während die Nicaragua-Importe deutlich steigen - zu den Marken aus Nicaragua zählen z.B. Oliva, Casa de Torres und Cumpay - sind die Importe aus Honduras stark gesunken. Für den Rückgang der Honduras-Importe könnte der Umzug von Zino Classic in die Dominikanische Republik mitverantwortlich sein.
Ein anderer Effekt, der die Statistiken beeinflussen kann, ist die Einfuhr über Drittländer. Zigarren, die in Drittländern z.B. umgepackt werden, werden in der Statistik diesem Drittland zugeteilt. Wenn ein Drittland nur für den Transfer genutzt wird und die Zigarren das Zollfreilager nicht verlassen - bei den Grauimporten von Habanos ist dies beispielsweise der Fall - wird in der Importstatistik das ursprüngliche Herkunftsland ausgewiesen.
Das Fazit ist aber klar: Der Premium-Zigarren-Markt ist seit Jahren rückläufig und wurde von der Wirtschaftskrise deutlich getroffen.
Wann ist eine Zigarre eine Zigarre? Wer es gerne kurz und prägnant hat, findet in der Verordnung über die Tabakbesteuerung präzise Definitionen der unterschiedlichen Herstellungsarten für die Einordnung der verschiedene Zigarren- und Zigarettenarten in die richtigen Steuergruppen. Eine besondere Ehre kommt der Toscano zu; ihr hat der Gesetzgeber einen eigenen Absatz gewidmet:
Toscani, d. h. Zigarren ohne Umblatt in doppelkonischer Form, nicht gepresst, aus Kentucky- oder ähnlichen Tabaken mit im Stock fermentierter Einlage, die nach Fertigstellung einer Nachfermentation unterzogen wurden.
Das Zigarrenlabel The Griffin's feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Für das Jubiläum hat Griffin's die noble Special Edition XXV in weissen Keramik-Jars aufgelegt, die Platz für 25 Robusto-Zigarren bieten. Die limitierten Zigarren werden aus San Vicente Seco, Piloto Ligero und Olor Ligero Tabaken von verschiedenen Anbauzonen der dominikanischen Republik, einem Piloto Umblatt und einem Connecticut Ecuador Deckblatt gerollt und versprechen laut Hersteller einen vollmundigen, etwas würzigeren Rauchgenuss. Die Jars kommen am 8. Juli in den Handel und kosten Fr. 325.00.
Der Artikel «Workplace theft saps Cuba's state-run economy» von Reuters beschäftigt sich mit den Problemen, die aus dem Verkauf von Zigarren und anderen, aus den staatlichen Betrieben gestohlenen Waren auf dem kubanischen Schwarzmarkt entstehen.
Einerseits führten die Diebstähle die Grundidee des Sozialismus – gleicher Besitz für alle – ad absurdum, weshalb sich Fidel Castro bitter darüber beklagt habe und die Enstehung einer Klasse von «Nuevos ricos» erkenne, so der Artikel. Andererseits sei das legale Überleben auf Kuba sehr schwierig («the solution for many is daily "inventing" – often just a euphemism for stealing»), und der Verkauf von gestohlenen Waren würde in Tat und Wahrheit die Revolution, die sonst längst kollabiert wäre, am Leben erhalten.
Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, dürfte für Aussenstehende, wie so oft, nicht einfach sein. Auf jeden Fall legt der Artikel den Finger auf einen wunden Punkt der kubanischen Sozialwirtschaft.
Die Umsetzung des Rauchverbots in der Gastronomie Zürichs zögert sich noch etwas hinaus. Weil der Zürcher Regierungsrat die Vorgaben des Bundes abwarten will, tritt das Rauchverbot frühestens am 1. Januar 2010 in Kraft, wie NZZ Online schreibt.
Ein Last minute-Tipp für Zigarren-Geniesser: Die Kronenhalle-Bar mit feinen Drinks, stilvoller Magahoni-Leder-Atmosphäre und wohlwollendem Umgang mit Rauchern. Ich habe die Bar kürzlich entdeckt und werde dort gerne wieder eine Zigarre rauchen.
Ein paar Monate nach der Übernahme des Labels Camacho – die Lancierung von Camacho in der Schweiz ist übrigens für den September geplant – meldet die Oettinger Davidoff Group aus Basel einen weiteren Zukauf. Neu zur Gruppe gehört das amerikanische Unternehmen Cusano Cigars. Über die Details der Cusano Cigars-Übernahme informiert eine ausführliche Medienmitteilung:
Die Oettinger Davidoff Group mit Sitz in Basel (Schweiz) hat von der Familie Chiusano das in Bradenton, Florida, beheimatete und von der DomRey Cigar Inc. operativ geführte Unternehmen Cusano Cigars übernommen. Mit dem Kauf von Cusano Cigars erschliesst sich die Gruppe eine neue Einkommensquelle in den USA, dem weltweit grössten Markt für Premium-Cigarren, auf dem rund die Hälfte aller von Hand hergestellten Cigarren abgesetzt werden.